Stichwort: Bambi

- München - Der Bambi wird als ältester deutscher Medienpreis seit 1948 jährlich vom Burda-Verlag vergeben. Mit ihm werden Menschen ausgezeichnet, die das Publikum durch ihre Leistung bewegt, beeindruckt und begeistert haben. Der Jury gehören die Chefredakteure des Medienkonzerns an.

Die ersten Preisträger waren Jean Marais und Marika Rökk, deren Tochter dem Reh auch seinen Namen gab. Die nach ihrem großen amerikanischen Vorbild auch "Deutschlands Medien-Oscar" genannte Auszeichnung erhielten so unterschiedliche Preisträger wie Boris Jelzin und Verona Feldbusch. Rekordhalter ist Heinz Rühmann mit zwölf Bambis, Peter Alexander bringt es auf zehn der Tierchen.

Mitte der 60er Jahre bekam Bambi zunehmend Konkurrenz: 1964 wurde erstmals der Adolf Grimme Preis vergeben, 1965 startete der SpringerVerlag mit seiner Goldenen Kamera. Seit 1999 wird der Deutsche Fernsehpreis von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 verliehen, in dem die TVPreise Telestar von ARD und ZDF und Der Goldene Löwe von RTL aufgingen. Das Bambi hat sich seitdem vom reinen Filmpreis zum Filmund Fernsehpreis und in den 80er Jahren zum Medienpreis entwickelt.

1988 gaben Ute Lemper, Klausjürgen Wussow und Thomas Gottschalk ihre Preise aus Verärgerung über die Berichterstattung in BurdaBlättern zurück, im Jahr darauf die Eiskunstläuferin Katarina Witt. Gottschalk nahm 2001 die drei Bambis zurück, die er zurückgegeben hatte - und bekam ein viertes Reh dazu. Anfangs war die 28 Zentimeter hohe Trophäe noch aus weißer Keramik. Seit 1958 gibt es das Rehkitz aus Bronze mit dem Überzug aus 18-karätigem Gold. Es wird von einer Kunstgießerei im schwäbischen Süßen hergestellt.

>>Lesen Sie auch:

>>>Die Preisträger des Bambi 2005

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wettbewerb fürs Münchner Konzerthaus: Spektakeln sollen andere
Verhandlungen beendet: Das Bregenzer Architektenbüro Cukrowicz Nachbaur erhält wohl endgültig den Zuschlag für das Münchner Konzerthaus. Am kommenden Mittwoch debattiert …
Wettbewerb fürs Münchner Konzerthaus: Spektakeln sollen andere
Plattenfirma stoppt Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang
Nach dem Kollegah und Farid Bang einen Echo bekommen haben, stehen die beiden nun ohne Plattenfirma da. Das Musikunternehmen BMG stoppte die Zusammenarbeit mit den …
Plattenfirma stoppt Zusammenarbeit mit Kollegah und Farid Bang
 Der Bestseller
Tolle  Leihgaben - Im Bayerischen Nationalmuseum  ist erstmals eine umfassende  Schau zum Werk des  spätmittelalterlichen Münchner  Bildhauers Erasmus Grasser zu sehen
 Der Bestseller
Werden viele junge Erwachsene nun traurig sein? Die „Neon“ gibt‘s schon bald nicht mehr
Der Hamburger Verlag Gruner + Jahr stellt nach 15 Jahren sein Magazin „Neon“ ein. Das Heft erscheint am 18. Juni zum letzten Mal.
Werden viele junge Erwachsene nun traurig sein? Die „Neon“ gibt‘s schon bald nicht mehr

Kommentare