Strategien der "Tanzbasis"

- Die Uhr läuft. An diesem Wochenende präsentieren sich in Berlin alle potenten Bewerber: Es geht um ein Stück vom saftigen Kuchen "Tanzplan Deutschland". Dieses Förderprojekt der Bundeskulturstiftung will fünf Jahre lang mindestens fünf Städte in ihren Tanz-Initiativen mit 12,5 Millionen Euro fördern. Bedingung: Stadt und Staat müssen mit möglichst gleicher Summe abstützen.

Während just deswegen andernorts die Bewerbung noch in der Schwebe scheint, sind München und der Freistaat mit 200 000 Euro dabei - , wohl nicht zuletzt durch den engagierten Schulterschluss von Joint Adventures, Staatsballett, Muffathalle, Münchner Volkshochschule u. a. zur "Tanzbasis München".

Ein von Produktion bis Tanzwissenschaft beschlagenes Expertenteam, das ein überzeugendes Projekt ausgearbeitet hat: Tanz in seinen verschiedenen praktischen und wissenschaftlich Aspekten soll als Fach in Schule und Universität integriert werden. In regelmäßigen "tanzPunkten" will man auch international renommierte Choreographen mit Probenprozessen und Werkpräsentationen in die schulisch-akademische Ausbildung einbinden und damit größere Sinnzusammenhänge aufzeigen.

Für Kinder werden Vorstellungsformate angeboten, in denen sie Tanz sinnlich und kognitiv erfahren können. Bettina Wagner-Bergelt vom Staatsballett: "Es geht dabei nie um Kunst als Vehikel für Sozialarbeit, sondern darum, jungen Menschen Kunst als Teil ihres Lebens zu ermöglichen, und zwar längerfristig." Dafür bestehen gute Chancen, wenn - wie vom Stadtrat am 25.10. beschlossen - die "Tanzbasis"-Aktivitäten nach dem Ende der Tanzplan-Förderung 2011 weiter gestützt werden und einen Produktions- und Präsentationsort bekommen.

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