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"Hollerküacherl"-Premiere.

Prominente Gäste

Sündhaft gute Premiere von „Hollerküacherl“ auf der Iberl-Bühne

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Ein liederliches Flitscherl, ein schlitzohriger Mesner, eine bigotte Köchin und ein gemütlicher Pfarrer – das sind die gschmackigen Ingredienzen für „Hollerküacherl“. Georg Maier, bayerischer Impresario, servierte das Stück seinen prominenten Gästen am Dienstagabend in seinem Reich – der (für viele noch immer neuen) Iberl-Bühne im Augustiner Stammhaus.

Eine sündhaft guade Unterhaltung, a bisserl krachert, a bisserl schräg. Wunderbar: Hausherrin Raphaela Maier als allzu gottesfürchtige Felicitas, die zwei Stunden lang nicht aufhört zu schimpfen ...

Privat hat sie das nicht nötig: Mit Ehemann Georg, ganze 42 Jahre älter, gibt’s praktisch keinen Grund zum Mosern. Die Ehe – im vergangenen September haben die beiden kirchlich geheiratet – bekomme ihr bestens. „Ich hab’ heute sogar die Korsage meines Hochzeitskleides an“, gesteht Raphaela. „Bringt Glück und sieht gut aus.“

Patrick Lindner.

Gut aussehen – das können an dem Abend noch mehr. Zwei, die früher selbst auf den Brettln beim Iberl (damals noch in Solln) ihre ersten Sporen verdient haben, sind Monika Gruber und Luise Kinseher. Beide haben jetzt eine goldglänzende Ehrenplakette beim Iberl – das „Monika Gruber Eggerl“ und die „Luise Kinseher Corner“. Kinseher hat einst sogar die Rolle der Felicitas gespielt. Jetzt, als Bavaria auf dem Nockherberg, muss sie schon mehr Kritik einstecken. „Ich lass’ das jetzt alles mal sacken. Ich hänge nicht auf Gedeih und Verderb an der Rolle. Aber so eine Frauenrolle auf dem Nockherberg find ich grundsätzlich sehr fortschrittlich.“

Luise Kinseher mit Hansi Kraus.

Doch erst einmal heißt es, den Abend mit der wunderschönen Sünderin (glänzend von der gebürtigen Erdingerin Desirée Siyum verkörpert) zu genießen. „Meine Sünde ist ganz klar Schokolade. Schon morgens, zum Frühstück“, kommt bei Monika Gruber wie aus der Pistole geschossen. „Da schau ich mir das Müsli an, denk mir, naa, sautrocken, dann ess’ ich lieber an Schokolad.“ So süß mag’s Richard Süßmeier schon lang nicht mehr. „Ich rauch Zigarrn, das ist im Alter meine Sünde.“ Sonst ist er sich im Klaren: „Die Aufnahmeprüfung in den Himmel besteh’ ich nimmer, dafür hab ich zu viele Sünden begangen“, so der Ex-Wiesn-Wirt. Selten an seiner Seite: Tochter Barbara Süßmeier, die in Haidhausen eine Kunstgalerie betreibt.

Das mit den Sünden und dem Büßen lässt sich Kabarettist und Schauspieler Andreas Giebel gar nicht erst einreden. „Ich bin aus der Kirche ausgetreten.“ Er „versündigt“ sich höchstens an zu viel Arbeit. Gerade hat er mit Georg Maier die „rabenschwarze“ Serie „Hindafing“ fürs Bayerische Fernsehen gedreht. Schon zum Lachen – aber auf unbeschwertem Iberl-Niveau. Das genossen unter anderem: Schlagersänger Patrick Lindner, der noch bis Ostern Strohwitwer ist. Lebensgefährte Peter weilt wegen seiner Fußerkrankung nach einem schweren Sturz im letzten Jahr auf Reha. Er selbst tourt gerade mit fünf der Regensburger Domspatzen durch die Lande unter dem klangvollen Namen „Stimmen der Berge“. Auch dabei: Max Greger jr. mit Ehefrau, der Allgemeinärztin Dr. Roswitha Greger. Ihre größte Sünde? „Shoppen gehen, meine Verführung...“ Und natürlich Sänger Eric Brodka, Schwiegersohn von Georg Maier und in der Musikszene lange vermisster Sänger.

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