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Gäste am Grünen Hügel.

Tarifvertrag bei Wagner-Festspielen unterzeichnet

Bayreuth - Kurz vor der Eröffnung der 98. Richard-Wagner-Festspiele ist der Tarifabschluss für die rund 140 Bühnentechniker unter Dach und Fach.

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Noch immer kein Abschluss auf dem Grünen Hügel

24 Stunden vor der Premiere in Bayreuth setzten die vier Gesellschafter und die Gewerkschaft ver.di am Freitag ihre Unterschrift unter die in langwierigen Verhandlungen erzielte Vereinbarung. Nach den Streikdrohungen der Gewerkschaft steht damit einer unbeschwerten Festspielzeit auf dem "Grünen Hügel" nichts mehr im Wege. Die Mitglieder des Verwaltungsrats, der Bund, das Land Bayern, die Stadt Bayreuth und die Gesellschaft der Freunde, äußerten am Freitag ihre Erleichterung über den erfolgreichen Abschluss.

Die Beschäftigten in der Technik und der Verwaltung werden nach ver.di-Angaben künftig genauso bezahlt wie an anderen Theatern. Für die außerordentlichen Belastungen während der Festspielzeit wurde für die Saisonkräfte eine Zulage vereinbart. "Wir sind insgesamt sehr zufrieden, nun verbindliche tarifliche Regelungen für unsere Mitglieder erreicht zu haben", erklärte Hans Kraft von ver.di Bayern.

Die finanziellen Konsequenzen des Tarifvertrags müssen die Gesellschafter gemeinsam tragen. So will der Bund nach Angaben von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) seinen Beitrag für die Festspiele von derzeit rund zwei Millionen Euro auf 2,3 Millionen Euro im kommenden Jahr anheben. Neumann sprach von einem der gelungensten Beispiele für Kooperation im Kulturföderalismus. Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) erklärte: "Wir sind bei den Verhandlungen finanziell bis an den Rand des gerade noch Möglichen gegangen."

Noch am Montag hatten rund 120 Bühnentechniker ihrer Forderung nach einer besseren Bezahlung und besseren Arbeitsbedingungen mit einem Warnstreik Nachdruck verliehen. Die Generalprobe der "Meistersinger"-Inszenierung von Festspielleiterin Katharina Wagner begann mit 30 Minuten Verspätung. Am Mittwoch waren die Verhandlungen pünktlich mit Beginn der Generalprobe von Wagners Weltabschiedswerk "Parsifal" wieder aufgenommen worden. Die Gespräche wurden am Donnerstagmorgen um 4.00 Uhr unterbrochen und bereits am Vormittag fortgesetzt.

Die letzten Hürden wurden dann während des ersten Akts der Generalprobe der "Götterdämmerung" überwunden. "Die Verhandlungen waren kompliziert, da es sich um ein völlig neues Vertragswerk handelt", erläuterte Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP). Die Anteile an der Festspiel GmbH waren nach dem Rücktritt von Alleingesellschafter Wolfgang Wagner am 1. September 2008 zu gleichen Teilen auf Bund, Land, Stadt und die Mäzene von Bayreuth übergegangen. Die Tarifkommission der Gewerkschaft billigte das Ergebnis bereits am Donnerstagabend. Am Freitagvormittag erklärten schließlich auch die vier Gesellschafter ihre Zustimmung.

dpa

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