Teilrekonstruktion von Künzinger Amphitheater wird eröffnet

Im niederbayerischen Künzing wird künftig das vor fünf Jahren bei Ausgrabungen entdeckte römische Amphitheater als Teilrekonstruktion zu sehen sein.

Um Besuchern einen Eindruck des bedeutenden archäologischen Fundes zu vermitteln, wurden die Umrisse des 31 mal 35 Meter großen frühzeitlichen Bauwerks am Originalstandort mit Pfosten nachgebildet. Die Pflöcke sind am oberen Ende jeweils mit Balken verbunden. Die beiden Tore der Arena wurden zusätzlich entsprechend nachempfunden. Die Teilrekonstruktion werde an diesem Sonntag (14. September) anlässlich des Tages des offenen Denkmals offiziell eröffnet, teilte die Gemeinde mit.

Die Entdeckung des Amphitheaters in einem Neubaugebiet im Landkreis Deggendorf galt 2003 als wissenschaftliche Sensation. Es war das erste Mal, dass solch ein aus Holz errichtetes Römertheater in Deutschland gefunden wurde. Wegen der Bedeutung des Fundes hat die Gemeinde darauf verzichtet, das Grundstück als Bauland freizugeben.

Bereits vor wenigen Monaten wurde das Amphitheater virtuell rekonstruiert. Ein kurzer Trickfilm mit einer Simulation des historischen Bauwerks ist seitdem im Künzinger Archäologiemuseum Quintana zu sehen. In Künzing stand vor etwa 1900 Jahren ein römisches Militärlager für etwa 500 Soldaten.

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