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Hurts-Sänger Theo Hutchcraft

Theaterfabrik ausverkauft

Hurts-Konzertkritik: Die ziehen, die Briten!

München - Hurts machen es kurz. 70 stramme Minuten müssen reichen in der ausverkauften Theaterfabrik. Die aber haben es in sich: die Konzertkritik.

Hurts haben ihr Konzept aus 80er-Klang und artifizieller Melancholie stringent weiterentwickelt – und das wirkt im Rahmen der Grenzen, die sich die Band selbst steckt, wirklich beeindruckend. Zu den düsteren Synthesizer-Tönen sind nun erdenschwere Gitarren dazugekommen, und bei neuen Stücken wie Cupid erinnert das sehr an Depeche Mode zu besten Faith and Devotion-Zeiten.

Überhaupt ist es den Frischlingen von Hurts erstaunlich schnell geglückt, vertraut, irgendwie zeitlos zu erscheinen. Das brandneue Miracle singen die Fans mit, als sei es ein Evergreen, und die Hits des Debütalbums Happiness von 2010 werden so inbrünstig gefeiert, als gehörten sie seit Urzeiten zum Popkultur-Kanon.

Die Briten können es sich mittlerweile sogar leisten, in der Zugabe Somebody To Die For akustisch zu servieren – übrigens der Höhepunkt des Abends –, ohne aus der Rolle zu fallen. Sänger Theo Hutchcraft scheint mittlerweile den Rockstar in sich entdeckt zu haben und tobt munter über die Bühne – mit einem blauen Auge und weißen Rosen in der Hand.

Keine Angst: Er ist weiterhin tadellos frisiert und gekleidet. Bis jetzt machen Hurts alles richtig. Mal sehen, was noch kommt.

Zoran Gojic

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