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Mit "Hedda Gabler" in der Inszenierung von Alice Buddenberg und mit Constanze Becker in der Titelrolle eröffnet am Freitag Abend im Münchner Volkstheater das Festival "Radikal Jung"

Theatermacher der Zukunft: "Radikal jung" am Volkstheater

München - Acht junge Regisseure hat das Volkstheater zum Festival "Radikal jung" eingeladen. Ab heute zeigen sie, wie das Theater der Zukunft aussieht. Wir begleiten das Festival mit Fotos, Videos und Kritiken.

Lesen Sie hier:

Diese Regisseure geben sich bei "Radikal jung" die Ehre.

Hier sehen Sie Fotos der Inszenierungen:

Hedda Gabler (läuft am Freitag, 9. April, um 19.30 Uhr)

Der Geisterseher (Samstag, 10. April, 18.30 Uhr und 21 Uhr).

Nach den Aufführungen finden Sie bei uns Kritiken zu den Inszenierungen.

Welches Theater werden wir in Zukunft sehen? Welchen Bühnenzauber entwickeln jene jungen Regisseure, die gerade noch in der Ausbildung stecken oder bereits erste Karriereschritte unternommen haben? Acht Antworten auf diese Fragen gibt es von heute an im Münchner Volkstheater bei der sechsten Auflage des Festivals „Radikal jung“. Hier werden die Arbeiten von acht Regisseuren, die zwischen 1976 und 1983 geboren wurden, zu sehen sein. Diese Inszenierungen stehen beispielhaft für die Handschrift der jungen Regie-Generation.

Um diese zu finden, hat sich die Jury des Festivals, die aus Kilian Engels, dem Chefdramaturgen des Volkstheaters, dem Theaterkritiker C. Bernd Sucher sowie der Schauspielerin Annette Paulmann besteht, gut 40 Theaterarbeiten im deutschsprachigen Raum angesehen. Es wird im Haus an der Brienner Straße also junges Theater gezeigt, das unter „echten Bedingungen entstanden ist und nicht im Biotop einer Schule“, wie die Juroren betonen. Eröffnet wird das Festival heute mit Alice Buddebergs Inszenierung von Henrik Ibsens „Hedda Gabler“, die im vergangenen Oktober in Frankfurt Premiere feierte.

Außer dem Blick in die ästhetische und thematische Zukunft des Theaters haben die Zuschauer nach jeder Aufführung auch die Gelegenheit, mit den Regisseuren zu diskutieren. Zudem stellen sich am letzten Festivaltag alle Regisseure sowie die Jurymitglieder den Fragen des Publikums (16. April, 16 Uhr). Wer sich noch intensiver mit den Theatermachern von morgen beschäftigen will, dem sei das Buch „Theater als Utopie“ empfohlen, das Kilian Engels und C. Bernd Sucher zum Festival herausgeben (Henschel Verlag, Berlin, 192 Seiten; 9,90 Euro). Neben ausführlichen Regie-Porträts sind hier auch erstmals die Stücke „Im Pelz“ (in der Inszenierung von Johannes Schmit zu sehen) und „Eros“, der Beitrag des Volkstheaters zum Programm, abgedruckt.

„Radikal jung“ ist für die eingeladenen Regisseure natürlich eine Chance, sich Theaterbegeisterten und potenziellen Arbeitgebern vorzustellen. Volkstheater-Intendant Christian Stückl etwa schaut sich die Aufführungen in seinem Haus immer auch unter der Frage „Wer ist interessant für uns?“ an. Und interessant war im vergangenen Jahr offenbar Mareike Mikat, deren Leipziger Inszenierung „Juli“ damals das Festival eröffnete. Heuer richtete sie nun am Volkstheater die Uraufführung von „Das fünfte Imperium“ nach dem Roman von Viktor Pelewin ein: Premiere ist am 11. Juni.

Das Programm finden Sie auf der Homepage des Volkstheaters.

Michael Schleicher

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