Ein tiefer Blick ins Leben

München - Zum Tod des Münchner Schauspielers Richard Beek

Über ein halbes Jahrhundert stand er in München auf der Bühne, 46 Jahre an den Kammerspielen, seit 2001 am Bayerischen Staatsschauspiel. Am 17. August ist der Schauspieler Richard Beek im Alter von 83 Jahren in München gestorben.

Vier Wochen vorher spielte er seine letzte Vorstellung: "Böse Märchen" im Marstall. Richard Beek gehörte zu den kostbaren, raren Erscheinungen des Dorn-Ensembles. Zu jenen alten Männern, die allein durch ihr Dasein, durch ihre Art zu schauen, zu zweifeln, zu fragen einen tiefen Blick ins Leben gewähren.

Und dabei immer doch voller Geheimnis bleiben. Es waren nicht die großen Rollen, die Beek zu einem so besonderen Ensembledarsteller machten. Er spielt sich mit Dienern und Boten, mit den Figuren aus der zweiten Reihe auf die vordersten Beliebtheitsplätze des Publikums.

Dennoch, er fühle sich nur als Gast - im Leben wie auch auf der Bühne, sagte Beek einmal. Jetzt hat er sein Gastspiel für immer beendet, ist so still abgegangen wie er gelebt und das Theater belebt hat. In unserer Erinnerung aber spielen weiter Ajaxerle in "Bauer als Millionär", Theramenes in "Phädra", Tubal im "Kaufmann von Venedig" und der Knecht Wenzel im Monologstück "Cherubim". 

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