+
Der Schriftsteller Uwe Timm

Uwe Timm: Neue Arroganz in Deutschland

München - Der Schrifsteller Uwe Timm redet über Veränderungen in der deutschen Gesellschaft. Was seiner Meinung nach ganz neu ist und wo es Parallelen zur Vergangenheit gibt:

Der Schriftsteller Uwe Timm entdeckt beim sogenannten neuen Bürgertum einige Parallelen zur Gesellschaft der Zeit vor der 68er-Revolte. “Da gibt es starke Ähnlichkeiten“, sagte Timm “Spiegel online“. Zum Beispiel würden Frauen plötzlich wieder mit Handkuss begrüßt. “Und welche ernsthafte Bedeutung der Kleidungskodex hat! Sogar unter Literaten.“ Andererseits stelle er in Deutschland “eine neue Arroganz, eine Arroganz qua Bildung“ fest. Bildung sei gut, aber er wünsche sich “den Bürger als Citoyen, als jemanden, der aufmuckt, der in der französischen Tradition der Brüderlichkeit und Gleichheit steht“. Timms neueste Novelle “Freitisch“, die im Februar erschienen ist, befasst sich mit der Zeit vor der 68er-Revolution.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Der Mut-Lacher
Mit „Monsieur Claude und seine Töchter“ gelang Philippe de Chauveron ein Riesenerfolg. Nun setzt de Chauveron einen drauf: In „Hereinspaziert!“ übernimmt Christian …
Der Mut-Lacher
Nachtkritik: Sting macht in der Olympiahalle sein Ding
Sting hat in seinem Musikerleben Songs geschrieben, die heute noch so gut funktionieren wie 1983 oder 1995. Davon macht er in der Olympiahalle Gebrauch - und seine Fans …
Nachtkritik: Sting macht in der Olympiahalle sein Ding
Im Lenbachhaus geht der Punk ab
Das Münchner Lenbachhaus zeigt in der Ausstellung „Normalzustand“ deutsche Undergroundfilme, die zwischen 1979 und den frühen Neunzigerjahren entstanden sind. 
Im Lenbachhaus geht der Punk ab
Zurück in die Zukunft
Berlin. Harrison Ford und Ryan Gosling stellen in Berlin Szenen ihres neuen Kinofilms „Blade Runner 2049“ vor.
Zurück in die Zukunft

Kommentare