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US-Schriftsteller Philip Roth ist Medienberichten zufolge tot.

Er zog sich 2012 zurück

Tod eines Literaturgenies: US-Schriftsteller Philip Roth verstorben

Sarkastisch, humorvoll, voller Melancholie: Mit diesem Stil und Romanen wie „Verschwörung gegen Amerika“ oder „Der menschliche Makel“ schrieb sich Philip Roth in den Literatur-Olymp. Sein Rückzug 2012 schockte die Literaturwelt. Jetzt ist Roth mit 85 gestorben.

New York - Der US-Schriftsteller Philip Roth ist nach US-Medienberichten tot. Er sei im Alter von 85 Jahren gestorben, berichtete unter anderem die Zeitung „The New York Times“ am Dienstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf eine enge Freundin des vielfach preisgekrönten Autors. Die Todesursache war zunächst nicht bekannt. Zu den bekanntesten Werken des Pulitzer-Preisträgers gehören unter anderem die Roman-Trilogie „Der Ghostwriter“, „Zuckermans Befreiung“ und „Die Anatomiestunde“. Roth war am 19. März 85 Jahre alt geworden.

Geboren wurde der Schriftsteller, den viele Literaturkenner auch immer wieder als Anwärter auf den Literaturnobelpreis sahen, 1933 in Newark - auf der anderen Seite des Hudson River von New York aus gesehen. Aufgezogen wurde er von jüdischen Immigranten unter einfachsten Verhältnissen im Arbeiterviertel Weequahic. Fast drei Dutzend Bücher veröffentlichte Roth im Lauf seiner Karriere, oft eines pro Jahr. Sarkastisch, humorvoll, voller Melancholie. Viele davon spielen im Newark seiner Jugend.

2012 zog sich Roth aus der Literaturwelt zurück

Mit der Ankündigung seines Ruhestands hatte der US-Schriftsteller 2012 den Literaturbetrieb geschockt. „Der Kampf mit dem Schreiben ist vorbei“, hatte er sich damals auf einen gelben Zettel geschrieben und auf seinen Computer geklebt. „Jeden Morgen schaue ich auf diesen Zettel, und das gibt mir sehr viel Kraft.“

Zu seinem 85. Geburtstag in diesem März sagte Roth, er bereue seinen Ruhestand nicht: „Die Bedingungen, die mich dazu gebracht haben, mit dem literarischen Schreiben aufzuhören, haben sich ja nicht verändert.“ Schon 2010 habe er das Gefühl gehabt, dass seine beste Arbeit hinter ihm liege. „Ich hatte einfach nicht mehr die geistige Lebhaftigkeit oder die verbale Energie oder die physische Fitness um einen großen kreativen Angriff auf eine komplexe Struktur wie einen Roman zu starten. Jedes Talent hat seine Bedingungen, seine Beschaffenheit, sein Ausmaß, seine Kraft - nicht jeder kann für immer ergiebig sein.“

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dpa

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