Traumfrauen räumen bei den "Golden Globes" ab

- Los Angeles - Der auf drei Kontinenten spielende Film "Babel" des mexikanischen Regisseurs Alejandro González Iñárritu wurde am Montagabend (Ortszeit) in Los Angeles zum besten Kinodrama des Jahres gekürt. "Dreamgirls" setzte sich als beste Filmkomödie durch. Das deutsche Stasi-Drama "Das Leben der anderen" ging leer aus.

Das Musical "Dreamgirls" mit Popstar Beyoncé Knowles in der Hauptrolle zeigt den Aufstieg und Fall eines schwarzen Mädchentrios in den 60er Jahren. und verhalf Jennifer Hudson sowie Eddie Murphy zu je einem Golden Globe als Nebendarsteller. Der in insgesamt 25 Kategorien für Bestleistungen in  Film und Fernsehen vergebene Preis der Hollywood-Auslandspresse wird von zahlreichen prominenten Filmstars überreicht. Die dreistündige Gala wurde via Fernsehen in mehr als 170 Länder übertragen.

 Filmbericht

Der deutsche Film ging in diesem Jahr erneut leer aus. Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck konnte sich mit seinem bereits vielfach preisgekrönten Stasi-Film "Das Leben der Anderen" nicht gegen die starke Konkurrenz behaupten. Die Auszeichnung in der Kategorie "bester nicht englischsprachiger Film" ging an Clint Eastwood für seinen auf Japanisch gedrehten Kriegsfilm "Letters from Iwo Jima". Von Donnersmarck bedauerte nach der Verleihzeremonie: "Ich finde es nicht unehrenwert, gegen Clint Eastwood zu verlieren. Er ist eine so beeindruckende Persönlichkeit, dass ich das gut akzeptieren kann."

Regisseur Martin Scorsese erhielt für sein Gangsterdrama "The Departed - Unter Feinden" den lange ersehnten Preis. Scorsese gilt als einer der großen noch lebenden US-Regisseure, war aber bei Verleihzeremonien bisher meist leer ausgegangen und hat trotz sieben Nominierungen noch keinen Oscar verliehen bekommen.

Den Preis für die beste Schauspielerin in einem Drama bekam wie erwartet an Helen Mirren als Königin Elizabeth II. nach dem Tod von Diana in "The Queen".  Forest Whitaker kam mit seiner Darstellung als ugandischer Diktator in dem Drama "Der letzte König von Schottland" zu Ehren.

Ein Pummelchen mit Zahnspange und dicken Brillengläsern stach die Konkurrenz im Bereich Fernsehen aus. "Ugly Betty" (Hässliche Betty) gewann überraschend den Preis für die beste Fernseh-Comedy-Serie.

Genau auf diesen Globe hatte sich die populäre TV-Serie "Desperate Housewives" in den vergangenen Jahren fast ein Anrecht erworben. Während die dem Fernsehen in Kolumbien abgeguckte Story über eine unattraktive junge Frau im Vorzimmer eines Verlagschefs bei der Globes-Gala in Beverly Hills zwei Preise einheimste, gingen die Hausfrauen ganz leer aus.

Zum besten Fernsehdrama kürten die Filmjournalisten die Hitserie "Grey's Anatomy". Die Geschichten aus dem Leben junger Ärzte am Seattles Grace Hospital werden in Deutschland von ProSieben ausgestrahlt.

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