Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft

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Triumph mit Wolken

- Saison-Vorschau bzw. Bilanz, das bedeutet bei Peter Jonas vor allem eines: Triumphmeldungen in Sachen Platzausnutzung (94 Prozent), Vielfalt (kommende Spielzeit 47 Stücke in 370 Vorstellungen) und selbst erwirtschaftete Einnahmen (26 Millionen Euro). Seit Jahren betont der Intendant der Bayerischen Staatsoper, seine "Company" sei die produktivste überhaupt - was durch den internationalen Vergleich gestützt scheint: Münchens selbst erklärtes Musterhaus, so der Chef, verfüge über einen Etat von 80 Millionen Euro, New Yorks Met verbuche dagegen umgerechnet 199 Millionen Euro - und bringe es auf magere 250 Vorstellungen.

<P>Doch "Wolken" dräuen über dem Nationaltheater, das wollte Jonas nicht verschweigen. Die wirtschaftliche Situation zwingt auch sein Haus zum Sparen. Dass unter anderem Dieter Dorns geplante "Zauberflöte" gekippt wurde, ist bekannt. Jonas räumte nun ein, dass auch die zyklische Aufführung der drei Monteverdi-Projekte nicht zustande kommt. Der Grund: "L'Orfeo", Achim Freyers hoch gelobte Inszenierung, womöglich das Beste, das die Staatsoper in der Ära Jonas herausbrachte, wird eingestampft; das Engagement des dafür notwendigen Fremd-Ensembles (Balthasar-Neumann-Chor und -Orchester) ist angeblich nicht finanzierbar.</P><P>"Die Opernhäuser in Deutschland sind nicht mehr konkurrenzfähig, was Dirigenten angeht", sagte Jonas überdies mit Blick auf die Gagen-Entwicklung. Auch einige Sänger könne sich die Staatsoper nicht mehr leisten. Welche, wollte der Intendant nicht verraten, nur so viel: "Salome" mit Karita Mattila bleibe Wunschtraum.</P><P>Eine wichtige Personalie vermeldete Peter Jonas: Udo Mehrpohl, 19 Jahre lang Chordirektor, verabschiedet sich in den Ruhestand. Nachfolger wird der gebürtige Argentinier André´s Má´spero, der von der Frankfurter Oper an die Isar wechselt.</P><P>Sieben Neuproduktionen sind für die kommende Saison angesetzt (siehe Kasten), dazu wird der "Ring" zweimal gezeigt. 52 der insgesamt 370 Vorstellungen teilen sich Generalmusikdirektor Zubin Mehta und Ivor Bolton. Doch auch Harry Bicket, seinerzeit Premierendirigent des "Rinaldo", rückt in eine führende Position. Er leitet acht verschiedene Opern aus dem Barock- und Klassik-Bereich.</P><P>Neben den Premieren lockt die Staatsoper mit einer Reihe interessanter Repertoire-Besetzungen. Vivica Genaux alterniert mit Anna Caterina Antonacci im "Barbier von Sevilla" als Rosina, Christine Schäfer singt die Konstanze ("Entführung aus dem Serail"). Anne Schwanewilms (Leonore) und Robert Gambill (Florestan) sind im "Fidelio" zu erleben, und für den "Ring" wurden Alan Titus (Wotan), Jon Fredric West (Siegfried) sowie Thomas Moser (Loge) verpflichtet.</P><P>Spektakulär besetzt ist die "Lohengrin"-Neuauflage mit Ben Heppner (Titelrolle), René´ Pape (Heinrich), Melanie Diener (Elsa), Lioba Braun (Ortrud) und Bo Skovhus (Heerrufer). Und auch Peter Konwitschnys "Parsifal" kehrt zurück: mit Philippe Jordan am Pult sowie Gabriele Schnaut als Kundry - und "Stimme aus der Höhe".</P>

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