Die Tutanchamun-Ausstellung

Der „Kindkönig“ Tutanchamun, dem sich die neue Ausstellung widmet, ist eine der rätselhaftesten Figuren der ägyptischen Geschichte.

Geboren wurde er um 1340 v. Chr.: Sein Vater war wohl König Echnaton, seine Mutter vermutlich dessen Gemahlin Nofretete. Echnaton hatte das Reich radikal reformiert. Als „Tut“ mit acht Jahren auf den Thron folgte, trat er ein schweres Erbe an. Sein Hof zog eine Art „Gegenreformation“ durch.

Er heiratete seine Halbschwester. Ihre beiden Kinder wurden tot geboren. Mit etwa 18 Jahren starb Tutanchamun aus ungeklärter Ursache. Seine Bestattung war wegen des frühen Todes für Pharaonen bescheiden – und doch so prunkvoll. Seine Nachfolger löschten seinen Namen von den Denkmälern, so dass er in Vergessenheit geriet – bis Howard Carter ihn entdeckte.

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Schatzgräber imTal der Könige

Heute sind die meisten Fundstücke im Ägyptischen Museum in Kairo untergebracht und werden – wie die goldene Totenmaske – nicht mehr verliehen, um sie zu schonen. Bei einer Ausstellung 1980/81 im Münchner Haus der Kunst war die Maske das letzte Mal „unterwegs“ zu sehen. Dagegen arbeiten die Macher der Ausstellung „Tutanchamun – Sein Grab und die Schätze“ nur mit Repliken – Nachbildungen der Originale, aufwändig und detailgetreu.

Wissenschaftler, darunter Martin von Falck und Wolfgang Wettengel, sowie Kunsthandwerker haben mehr als 1000 Fundstücke aus dem Grab nachgebaut. So entstanden Schreine, Götterfiguren, Sarkophage erneut. Die Grabkammern wurden maßstabsgetreu rekonstruiert, so dass sie „erlebbar“ werden. Dem Besucher werden Hintergründe vermittelt und eine komplette Grabanlage vorgeführt.

So bekommt er nach dem Konzept des „Edutainment“ (Bildung plus Unterhaltung) einen Gesamteindruck, auch wenn die historische „Aura“ fehlt. Es ist die größte Tutanchamun-Repliken-Schau weltweit.

Nach Stationen in Zürich und in Brünn kommt die Schau nach München: von 9. April bis 30. August in die 4000 Quadratmeter große Event-Arena im Olympiapark.

Karten gibt es im Vorverkauf, der sich empfiehlt, weil der Einlass zeitlich gestaffelt wird. Die Preise: Mo. bis Fr.: Erwachsene 16, Kinder 8, Ermäßigte 13 Euro. Sa./So./Feiertage: Erwachsene 19, Kinder 10, Ermäßigte 16 Euro. Familien ab 4 Personen zahlen 39 bzw. 49 Euro.

Karten gibt es an den Vorverkaufsstellen und unter Telefon 01 80/5 57 00 97 oder 01 80/54 81 81 81 (14 Cent/Minute).

Unsere Zeitung ist Medienpartner der Schau, und wir werden fortlaufend berichten.

chu

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