Üppige Mischung

- Ein Blick auf die berühmte "Street of Fame" in Burghausen genügt für den eingefleischten Jazz-Fan, um sofort zu wissen, dass man sich hier auf einem ganz besonderen Pflaster bewegt. Namen wie Oscar Peterson, Michel Petrucciani, Dizzy Gillespie oder Dave Brubeck sind nicht nur auf schweren Bronzeplatten im Boden verewigt. Durch ihre Auftritte bei der traditionellen Jazzwoche haben sich diese Künstler auch fest im Gedächtnis des Publikums eingegraben, das alljährlich nach Burghausen pilgert. In der 37. Saison (22.-26. März) erwartet den Besucher dabei wieder eine bewährte Mischung aus bekannten Namen und neuen Gesichtern.

Den Auftakt bildet dabei ein hochkarätiger skandinavischer Doppelpack mit Saxophon-Legende Jan Garbarek aus Norwegen und der jungen schwedischen Jazz-Diva Viktoria Tolstoy. Aber auch die weiteren Namen lesen sich wieder wie ein "Who is who" des zeitgenössischen Jazz mit Ensembles wie dem Ron Carter Trio und Musikern wie Ernestine Anderson, Abdullah Ibrahim oder Freddy Cole, dem Bruder des großen Nat King Cole. Ein besonderer Höhepunkt der Jazzwoche dürfte dabei zweifellos der Auftritt des gefragten Filmkomponisten Lalo Schifrin werden, der am 24. März gemeinsam mit der BBC-Bigband seine feurige "Latin Suite" präsentieren wird. Er kehrt damit gewissermaßen zu seinen eigenen musikalischen Wurzel zurück und wird mit südamerikanischen Rhythmen zusätzlich für eine neue Farbe im Programm der Jazzwoche sorgen. Neu ist auch der "Next Generation Day", bei dem mit günstigen Preisen nicht nur das Publikum von morgen angelockt wird, sondern sich auch auf der Bühne eine neue Generation von Jazz-Musikern anschickt, den "großen Alten" Konkurrenz zu machen. Eine Investition in die Zukunft, denn die 37. Jazzwoche wird auf keinen Fall die letzte sein.

Karten: Tel. 0180/ 52 829, www.jazzwoche.com.

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