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Das Kloster Eberbach im hessischen Eltville am Rhein bietet bis heute Führungen zu den Dreharbeiten von „Der Name der Rose“ an.

Umbertos Ecos bekanntestes Werk

"Der Name der Rose": Der dornige Weg bis zur Premiere

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München - Für Bernd Eichinger und die Münchner Constantin Film war „Der Name der Rose“ ein Kinoerfolg – doch Umberto Eco war unglücklich damit.

Am Anfang dieser Erfolgsgeschichte steht ein Mord, der bis heute unaufgeklärt ist. Am 5. März 1984 wurde in Paris Gérard Lebovici, Filmproduzent und Agent etwa von Romy Schneider und Yves Montand, erschossen aufgefunden. Lebovici hielt die Filmrechte an Umberto Ecos 1980 erschienenem Roman „Der Name der Rose“.

Um den Bestseller dennoch auf die Leinwand bringen zu können, wurde eine internationale Co-Produktion ins Leben gerufen – mit Alexandre Mnouchkine aus Frankreich, dem Italiener Franco Cristaldi. „Und aus Deutschland kam einer, der nach der ,Unendlichen Geschichte‘ nach weiteren unendlichen Großtaten dürstete: Bernd Eichinger, Chef der Neuen Constantin, der Mann mit den Turnschuhen und der goldenen Nase“, wie der „Spiegel“ 1985 schrieb.

Tatsächlich war der Münchner Produzent, der 1984 Wolfgang Petersens Verfilmung von Michael Endes „Die unendliche Geschichte“ mit Erfolg in die Kinos gebracht hatte, schon vorher an dem Stoff interessiert. Da lagen die Rechte allerdings bereits bei Lebovici. Dessen Ermordung brachte Eichinger zurück ins Spiel; sodass dieser sich im „Stern“ zitieren ließ: „Ich nehme es auf meinen Eid: Um an die Rechte zu kommen, habe ich nicht Monsieur Lebovici erschossen.“ Trotz Co-Produktion dauerte es noch, bis der französische Regisseur Jean-Jacques Annaud die erste Einstellung drehen konnte: Eichinger wollte unbedingt Michael Caine als Hauptdarsteller verhindern, den der US-Partner zur Bedingung gemacht hatte. Zudem gab es kein brauchbares Drehbuch: Andrew Birkin, Bruder der mit Serge Gainsbourg verheirateten Jane Birkin, nahm sich Ecos Werk vor und destillierte den Krimi heraus.

Für die Hauptrolle des Mönchs William von Baskerville schlug Eichinger den Schotten Sean Connery vor: „Die Idee kam ihm, weil die Constantin gerade den James-Bond-Film ,Sag niemals nie‘ herausgebracht hatte“, berichtet Eichingers Witwe Katja in der Biografie ihres 2011 verstorbenen Mannes. Allerdings war Annaud gegen den 007-Darsteller und stimmte erst zu, nachdem er sich alle anderen potenziellen Kandidaten (darunter Peter O’Toole) angesehen hatte.

Auch die Dreharbeiten im Kloster Eberbach in Hessen und unweit von Rom waren schwierig: Das Projekt wackelte finanziell immer wieder; Connery, der sich mit seiner Rolle endgültig von James Bond emanzipierte, war nicht gerade pflegeleicht. Als der Film 1986 Premiere feierte, war der Medienrummel gewaltig – und die Kritiken vernichtend.

Umberto Eco war ebenfalls unzufrieden mit der Adaption seines Romans. Angeblich soll er später Stanley Kubrick mit Verweis auf Eichingers Produktion abgesagt haben, als dieser „Das Foucaultsche Pendel“ verfilmen wollte. Das Publikum sah das jedoch anders: Allein in der Bundesrepublik sahen rund sechs Millionen Menschen „Der Name der Rose“ im Kino; weltweit spielte der Film gut 77 Millionen US-Dollar ein, davon etwas mehr als sieben Millionen in den USA. Gekostet hatte die Produktion 17 Millionen US-Dollar. Zudem haben viele Leser Eco über den Umweg dieses Films kennengelernt.

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