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David Foster Wallace nahm sich 2008 das Leben.

„Unendlicher Spaß“ am Volkstheater

München - Mutig sind sie am Münchner Volkstheater. Hier findet am 22. März die Uraufführung der Theaterfassung des Romans „Unendlicher Spaß“ von David Foster Wallace (1962-2008) statt.

Bettina Bruinier wird inszenieren. Sie und Dramaturgin Katja Friedrich adaptieren gerade das Mammutwerk, das als deutsches Taschenbuch mehr als 1500 Seiten stark ist. „Unendlicher Spaß“ spielt in naher Zukunft und machte bei seinem Erscheinen im Jahr 1996 David Foster Wallace über Nacht zum Star. Der Titel des Buchs ist nicht nur ein Zitat aus „Hamlet“, sondern auch der Titel eines Films, der die Zuschauer so sehr bannt, dass sie verdursten und verhungern. Die Jagd nach diesem Film ist ein Handlungsstrang des Romans. „Unendlicher Spaß“ wurde vom „Time“-Magazin zu einem der 100 einflussreichsten Romane seit dem Jahr 1923 gewählt.

Nachdem vor drei Jahren die deutsche Übersetzung erschienen ist, schwärmte auch der Kritiker unserer Zeitung – unter anderem von der süchtig machenden Sprache des Romans sowie von dessen „Reichtum an Geschichten, Figuren, Stimmen!“. Wallace, der im Jahr 2008 freiwillig aus dem Leben schied, sei „Leitfigur einer Generation von US-Literaten, die die Lehren der Postmoderne ernst nimmt, aber dennoch wieder erzählen will“.

Eine echte Herausforderung ist diese Uraufführung also für Bettina Bruinier. Das vor allem, da ihre Volkstheater-Bühnenversion von Stanislaw Lems Roman „Solaris“ im November mit einer Bruchlandung endete.

leic

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