Urteil: Wallraff darf nicht als Stasi-Mitarbeiter bezeichnet werden

- Hamburg - Der Autor und Journalist Günter Wallraff darf nicht als Inoffizieller Stasi-Mitarbeiter (IM) bezeichnet werden. Das hat das Hamburger Landgericht am Freitag entschieden.

<P>Wallraff hatte Zeitungen des Axel-Springer-Verlags in einer Einstweiligen Verfügung untersagt, den Begriff "Stasi-IM Günter Wallraff" zu verwenden. Den Widerspruch des Verlages gegen die Verfügung lehnte das Gericht jetzt ab.</P><P>Nach dem Gesetz sei es Pflicht der Springer-Blätter, die behauptete Stasi-Mitarbeit Wallraffs zu beweisen, sagte der Vorsitzende Richter Andreas Buske. "Dieser Nachweis ist nicht erbracht." Die Kammer habe zahlreiche Dokumente der Staatssicherheit eingehend geprüft. "Letztendlich hat kein Dokument belegen können, dass Wallraff willentlich oder wissentlich für die Stasi tätig gewesen ist."</P><P>Die Stasi-Unterlagen-Behörde hatte im September 2003 bekannt gegeben, Wallraff sei von der Staatssicherheit für den Zeitraum von 1968 bis 1971 als Inoffizieller Mitarbeiter "IM Wagner" registriert gewesen. Der Enthüllungsreporter will in dieser Zeit lediglich journalistisch in der DDR gearbeitet haben.</P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Unfall: Jetzt muss Ed Sheeran etliche Konzerte absagen
Ed Sheeran (26, „Galway Girl“) muss nach seinem Fahrradunfall etliche Auftritte absagen. „Ein Besuch bei meinem Arzt hat Brüche in meinem rechten Handgelenk und linken …
Nach Unfall: Jetzt muss Ed Sheeran etliche Konzerte absagen
Gefeuerte Darsteller, Krach ums Geld: Wirbel um Roland-Kaiser-Musical
Deutschlands Schlagerstar Roland Kaiser selbst distanziert sich von dem Musical, das über ihn im Deutschen Theater in München aufgeführt werden soll. Es gibt Krach - und …
Gefeuerte Darsteller, Krach ums Geld: Wirbel um Roland-Kaiser-Musical
„Ich liebe Happy Ends!“
Sie trifft den Puls ihrer Generation. Am Samstag kommt die Poetry-Slammerin Julia Engelmann in den Münchner Circus Krone, Restkarten gibt es mit etwas Glück an der …
„Ich liebe Happy Ends!“
Auseinandersetzungen mit Rechten auf der Buchmesse
Der Umgang mit der Neuen Rechten hat die Frankfurter Messe von Beginn an beschäftigt. Beim Besuch des AfD-Rechtsaußen Björn Höcke kommt es am Samstag zu Konfrontationen …
Auseinandersetzungen mit Rechten auf der Buchmesse

Kommentare