Verschwendung

Geschäftsführer der Bundeskunsthalle wehrt sich: - Im Skandal um verschwendete Steuergelder in Millionenhöhe hat sich der abberufene bisherige kaufmännische Geschäftsführer der Bundeskunsthalle in Bonn, Wilfried Gatzweiler, zu Wort gemeldet.

In einer 50-seitigen persönlichen Erklärung, aus der der Bonner "General Anzeiger" zitiert, übt Gatzweiler Kritik an Rechnungsprüfern, dem Intendanten des Hauses, Wenzel Jacob, und dem Kuratoriumsvorsitzenden Hermann Schäfer.

Den Vorwurf, durch Konzerte Verluste von sechs Millionen Euro angehäuft und durch Steuermittel gedeckt zu haben, weist er als falsch zurück. Die Kunst- und Ausstellungshalle (KAH) habe ihr Programm, einschließlich der Konzerte, über die Zuschüsse hinaus mit selbst erwirtschafteten Mitteln gedeckt. Scharf wendet sich Gatzweiler gegen die Vorwürfe einer dilettantischen Buchführung. Zum Intendanten heißt es: "Wenzel Jacob und ich lieben uns nicht."

Gatzweiler schätze seine künstlerische Kompetenz. Er sei als kaufmännischer Geschäftsführer dem "hochproblematischen alleinigen Finanzgebaren des Intendanten" an die Seite gestellt worden - gleichberechtigt. Diese Entmachtung habe Jacob nie verwunden.

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