Verweise aufs heutige Europa

- Die am kommenden Montag in Berlin und Magdeburg beginnende Doppelausstellung zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (962-1806) soll die historischen Wurzeln Europas anschaulich machen. Darauf verwiesen gestern in Magdeburg die Organisatoren der Schau, die mehr als 1100 Exponate von 170 Leihgebern aus 13 europäischen Ländern und den USA zählt. Sie wird bis zum 10. Dezember parallel in beiden Städten gezeigt.

Die erste Gesamtschau des Heiligen Römischen Reiches präsentiert die 850-jährige Geschichte der deutschen Kaiser - von der Zeit Otto des Großen im Mittelalter bis zum Untergang des Reiches 1806 mit den napoleonischen Kriegen. Im Kulturhistorischen Museum Magdeburg wird die Mittelalter-Periode des Reiches dargestellt, im Deutschen Historischen Museum Berlin die Reichsgeschichte von der frühen Neuzeit bis zum Rücktritt des letzten Kaisers Franz II..

"Es handelt sich um ein atemberaubendes Projekt zwischen Magdeburg und Berlin, das ein Museum alleine gar nicht hätte bewältigen können", sagte Sachsen-Anhalts Kultusminister Jan-Hendrick Olbertz. "Dezentralität war das Wesen des Reiches, und insofern wäre es geradezu falsch gewesen, die Ausstellung an einem Ort zu zeigen", betonte der Generaldirektor des Deutschen Historischen Museums Berlin, Hans Ottomeyer. Bei dem Mammutprojekt wird besonders der europäische Kontext hervorgehoben. Zahlreiche kulturelle und politische Bezüge verweisen auf das Europa der Gegenwart, so Olbertz.

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