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Glänzend: Sängerin Vicky Leandros.

50. Bühnenjubiläum

Vicky Leandros im Deutschen Theater: Das war wunderbar

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München - Vicky Leandros feiert 50. Bühnenjubiläum. Und wer die schöne Frau erlebt, die beschwingt wie ein ­junges Mädchen über die Bühne des Deutschen Theaters tänzelt, der kann nur an einen Rechenfehler glauben.

Immer die Griechen und ihre Zahlen. Wo ist Varoufakis, wenn man ihn braucht? Doch offenbar stimmt es tatsächlich: Deutschlands liebste Griechin gibt seit einem halben Jahrhundert Konzerte, gewann vor 44 Jahren mit Après toi den Grand Prix – und feierte ihr Jubiläum jetzt mit einem triumphalen Auftritt in München. Eine Stimmung wie bei der vierten, fünften, sechsten Zugabe (man vergaß zu zählen), als das „Theoooooooo“ der Vicky-Fans die Schwanthalerstraße beschallt, müssen Katy Perry oder Rihanna in der Olympiahalle erst mal hinbekommen.

Solche Geschichten und solch ein Leben ­haben die Perrys und Rihannas aber noch längst nicht zu erzählen. Das fängt schon an, ­bevor das Konzert beginnt: Während die Zuhörer ins ausverkaufte Deutsche Theater strömen, stehen Staffeleien mit Vickys schönsten Plattencovern auf der Bühne. L’amour est bleu von 1967, griechische und französische Alben, ein kleines Vicky-Museum. Als die Staffeleien dann verschwinden, erscheint Madame im ­langen schwarzen Kleid höchstpersönlich auf der Bühne. Sie singt ­Lieder von Dylan, von Naidoo, von Theodorakis, und immer wieder vom großen Papa Leo, der dem Töchterlein im Video, das über die Leinwand flimmert, beibringt, wie sie Lago Maggiore im Schnee zu intonieren hat.

Vicky lässt viele solcher alten Ausschnitte einspielen, plaudert amüsiert dazu, das ­Kaffeehaferl in der Hand. Ihre 63 sind ihr nicht anzusehen und schon gar nicht anzuhören. Eleganz, Klasse, dazu eine famose Band rund um Jazz-Schlagzeugerin Carolina Bigge – so wünscht man sich solch ein Jubiläum. Natürlich singt sie ihre Gassenhauer, der Peter ist schlau, sie liebt das Leben, und sie hat die Liebe gesehen. Ganz am Ende, als sich die Fans heiser gesungen und wund geklatscht haben, will Vicky noch Auf Wiedersehn, Ihr Freunde mein a cappella singen – und ist so überwältigt von der Begeisterung, dass sie abbrechen muss und entschwindet. Man lässt sie ungern ziehen. Hey hey, Vicky – das war wunderbar!

Jörg Heinrich

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