Beeindruckende Bilanz der einmaligen Tour

Video-Premiere: Mathias Kellner auf der Bushäusl-Tour

Wesobrunn - Die Bushäusltour von Mathias Kellner, seinem Label alpinrecords sowie tz und Münchner Merkur wurde zu einem echten Gassenhauer. Wir sprachen mit dem Musiker.

„Wir hatten uns das ein wenig kleiner vorgestellt“, gestand Mathias Kellner im Interview.

Einen großen Stein ins Rollen brachten Mathias Kellner, sein Label alpinrecords sowie tz und Münchner Merkur mit der Bushäusltour. Die Resonanz war riesig. Viele hatten sich beworben, die Solokonzerte am dorfeigenen Bushäusl gewannen Wessobrunn im Landkreis Weilheim-Schongau, Pfettrach im Landkreis Freising, Ascholding im Landkreis Bad Tölz/Wolfratshausen und Kopfsburg im Landkreis Erding. Hunderte kamen zu den Konzerten, die teilweise über eine Stunde dauerten. Wir fragten bei Mathias Kellner nach.

Wie haben Sie die Tour erlebt?

Mathias Kellner: Es war überwältigend. So viele Leute! Wir hatten uns das, ehrlich gesagt, ein wenig kleiner vorgestellt. So sind wir auf gut 1500 Leute gekommen. Die haben Grills aufgestellt und alles Mögliche veranstaltet. Das war schon perfekt.

Gab’s nach dem Konzert viele Gespräche?

Mathias Kellner:  Auf jeden Fall. Der Tenor war oft „Bei uns ist ja sonst nie etwas los. Es ist schön, dass mal jemand vorbeikommt“.

Werden Sie künftig Ihre Tourneen anders anlegen?

Mathias Kellner:  Auf jeden Fall war das einmal ein Startschuss. Wir wissen jetzt, wie man so etwas organisiert. Es steht dem nichts im Wege, dass man so etwas wiederholt. Ich wäre auf jeden Fall wieder dabei.

Was war denn das schönste Bushäusl?

Aber natürlich freute sich der Sänger über 1500 Fans, die bei seinen Auftritten in lokalen Bushäusln zusammenkamen.

Mathias Kellner:  Ich würde sagen, das in Pfettrach war schon sehr schön. Die wollten kein 08/15-Bushäusl und haben alle zusammengelegt, um etwas wirklich Tolles zu bauen. Der Bus fährt da zwar gar nicht so oft, aber die Haltestelle ist zu einem richtigen Treffpunkt geworden. Die spielen auch Karten im Bushäusl. Das entspricht der Tradition der Haltestelle als Kommunikationszentrum.

Und das hässlichste?

Mathias Kellner:  Na ja. Also das in Kopfsburg hat es schon ganz schön in sich. Immerhin hatte es eine Dachrinne, aber die war nicht fürs Wasser da. Da wuchsen Bäume raus. Recht abenteuerlich das Ganze, aber eben das einzige Bushäusl von Kopfsburg. Die Bürgermeisterin hat sich dann auch zu Wort gemeldet und gesagt, dass es da wohl schon Pläne gäbe, etwas zu ändern.

War die Tour anstrengend?

Mathias Kellner:  Nein, das nicht. Ich bin es ja gewohnt und weiß, wann ich mit der Energie haushalten muss. Das Problem war eher, dass ich beim ersten Termin Fieber hatte. Wenn man Kinder hat, holt man sich ständig irgendwas. Die Viren scheinen besonders gerne auf mich zu springen. Und Krankheiten interessieren sich auch nicht für unsere Terminkalender. Ich hatte schon Angst, dass ich die weiteren Konzerte absagen muss, aber der Arzt hat dann grünes Licht gegeben, wenn ich verspreche, nach dem Auftritt nicht gleich wieder Party zu feiern. Die Stimme hat dann auch bis zuletzt mitgemacht.

So viel solo unterwegs – was geschieht mit der Band?

Mathias Kellner:  Die gibt es natürlich nach wie vor. Ein wenig liegt sie jetzt auf Eis, weil einfach keiner so richtig Zeit hat. Jeder ist in einem anderen Projekt engagiert. Das ist also eine gesunde Bandpause. Aber das Solospiel taugt mir auch sehr. Und es gibt mir die Möglichkeit, die Pause zu verbringen, ohne untätig rumzusitzen.

Wird es denn wieder ein Album geben mit der Band?

Mathias Kellner:  Klar. Wir sind nur entspannter als früher. Wir treffen uns ja ohnehin regelmäßig. Es liegen auch schon ein paar Songs vor. Wir wollen uns aber nicht stressen. Wenn es fertig ist, dann ist es fertig.

Interview: Antonio Seidemann

Rubriklistenbild: © Nadine Vaders

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