Die Vielseitigkeit seines Lebens

- Der britische Schauspieler Sir Alan Bates ist im Alter von 69 Jahren in London an Krebs gestorben. Bates' Karriere am Theater, im Film und im Fernsehen währte wegen seiner Vielseitigkeit sein ganzes Leben lang. Er wirkte in mehr als 50 Filmen mit, darunter in "Alexis Sorbas" (1964) oder als russischer Jude in "The Fixer" (1968), wofür er eine Oscar-Nominierung als bester Darsteller erhielt. Bates starb nach Angaben seiner Agentin nach langem Kampf gegen seine Leberkrebs-Erkrankung in einer Londoner Klinik.

<P>Bereits mit elf Jahren wusste Bates, dass er Schauspieler werden wollte. In den 50er-Jahren war er einer der "zornigen jungen Männer" des britischen Nachkriegs-Theaters. Den Durchbruch bescherte ihm 1956 die Rolle des Jimmy Porter im Klassiker "Blick zurück im Zorn" von John Osborne. Über Nacht wurde er zum Star der Londoner Bühnen und am Broadway. Er spielte in den Stücken moderner Autoren wie Harold Pinter oder Tom Stoppard ebenso wie in den Dramen Shakespeares.</P><P>In den 60er-Jahren begann Bates' Filmkarriere. In Hauptrollen war er als Mörder auf der Flucht in Bryan Forbes' "...woher der Wind weht", als Träumer aus einfachen Verhältnissen in "Nur ein Hauch Glückseligkeit" unter der Regie von John Schlesinger oder nackt im Ringkampf mit Oliver Reed in "Liebende Frauen" zu sehen. Zuletzt spielte er unter anderem in "Gosford Park" von Robert Altman.</P><P>Privat hatte der Star schwere Schicksalsschläge zu verkraften. 1990 starb 19-jährig sein Sohn Tristan an einem Asthma-Anfall, zwei Jahre später seine Frau Victoria Ford an einem Herzinfarkt. Nach dem Tod des Sohnes baute Bates mit Tristans Zwillingsbruder Benedick das Tristan-Bates-Theater am Londoner Covent Garden auf.</P>

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