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Let’s Boogie: Michael Poulsen und Volbeat vor vollem Haus.

Volbeat spielen vor ausverkaufter Halle

Druckvolle Dänen

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München - Rock‘n‘Roll in der Olyhalle: Die dänische Metalband Volbeat hat sich am Abend vor Allerheiligen die Ehre gegeben und vor ausverkauftem Haus gerockt.

Tod und Teufel, Gangster und Gruselfriedhof: Während die einen am Vorabend von Allerheiligen amerikanisches Brauchtum zelebrieren, suchen die anderen den Leibhaftigen im Rock’n’Roll. Dafür gibt es kaum passendere Orte als ein Konzert der Metal-Band Volbeat. Man hört häufig, die Dänen seien zu sehr Mainstream, zu sehr Radio, zu massentauglich. Und ja, auch das aktuelle Werk „Seal The Deal & Let’s Boogie“ legt den Schluss nahe: Volbeat kann man im Radio spielen. Man kann Volbeat aber auch in großen Hallen hören. In ausverkauften Hallen.

Ob Mainstream oder nicht, die vierköpfige Truppe um Sänger Michael Poulsen füllt auf ihrer Tour problemlos Europas Konzerthallen, die Olympiahalle eingeschlossen. 12 000 Menschen. Restlos ausverkauft. Für ihre Liveshows nehmen Volbeat ihrem von Rockabilly und Country geprägten Sound das Orchestrale. Kein Metal-Musical. Sondern harter Rock und natürlich Poulsens unverwechselbares Organ.

Volbeat machen alles richtig, angefangen bei der Wahl der Vorbands. Crobot und Airbourne rocken München auf Temperatur. Können die Dänen da noch einen draufsetzen? Ja, sie können. Und dabei gelingt der Spagat zwischen Pogo und Lichtermeer-Romantik. Die Setlist ist eine gut durchdachte Mischung aus 16 Jahren Bandgeschichte und sechs Studioalben, beginnend mit der aktuellen Single „The Devil’s Bleeding Crown“ über Radiohits wie „Lola Montez“ bis zu den Klassikern wie „Fallen“. Zwei Stunden Rock-Party für die tobende, singende, tanzende Menge.

Will man Volbeat nach so einem Abend den Vorwurf machen, eine massentaugliche Rockband zu sein? Wohl kaum. Den Münchnern hat’s mehr als getaugt.

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