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Am Mittwoch ist die dänische Metal-Band Volbeat in der Olympiahalle in München aufgetreten (Archivbild).

In der Olympiahalle

Volbeat in München: Die Konzert-Kritik

München - Am Mittwoch ist die dänische Metal-Band Volbeat in der Olympiahalle in München aufgetreten. Hier lesen Sie die Konzert-Kritik.

Spätestens als eine junge Frau den Volbeat-Musikern am Mittwochabend in der Olympiahalle ihren Busen zeigt, ist klar: Die vier Burschen aus Kopenhagen machen nicht einfach nur Metal – sie machen Mädchen-Metal. Tanzbar, anhimmelbar. Wer jetzt aber Schlechtes denkt, sei gewarnt: Volbeat hat noch viel mehr drauf.

In ihrem Heimatland gehören die Dänen nach ihrer Gründung 2001 inzwischen zum Mainstream, ihre Songs laufen dort in allen Radiosendern. Sie prägen das, was die Musikwelt Elvis-Metal nennt: Country, Rock ’n’ Roll und Punk im harten Metal-Stil. In Deutschland hielten sie sich damit lange in der Metal-Ecke auf – bis sie mit ihrem Lied „Cape of our Hero“ plötzlich einen Hit landeten, der nun auch in den deutschen Radios rauf und runter gespielt wird.

Das Publikum (mit 12.000 Besuchern ist die Halle ausverkauft) an diesem Abend in München bestätigt diese Entwicklung: Mädels in Fan-T-Shirts (manche kreischen sogar den Namen von Frontmann Michael Poulsen oder werden eben ihren BH los) und gerade volljährige Burschen sind in der Überzahl. Unter den Zuschauern sind aber auch: Rockabillys und klassische Metal-Fans, ganz in Schwarz und mit langen Haaren – und die sind sicherlich nicht erst seit „Cape of our Hero“ Anhänger der Dänen.

Dementsprechend gemischt ist also auch das Programm: Volbeat kracht für die ganz Harten mit Pyro-Show, heftigem Beat und schneidenden Gitarren ins Konzert, schenkt den Teenie-Fans poppige Nummern wie „Lola Montez“ oder „Fallen“ und erfreut das treue Publikum mit alten Stücken.

Zu kurz kommt dabei niemand, schon allein, weil die Bühne als Westernstadt mit Fort, Friedhof und am Galgen baumelnder Erhängten-Puppe eingerichtet ist. Auch Sänger Michael Poulsen ist als Rockabilly-Mafioso mit zurückgegeltem Haar ein Hingucker. Und natürlich, weil Volbeat einfach geniale Musik spielen – eingängig und doch einzigartig, schön laut und mit einer wunderbaren Prise Cash und Elvis.

Von Veronika Stangl

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