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Katharina Wagner (re.) und ihre Halbschwester Eva Wagner-Pasquier.

Wagner-Urenkelin will NS-Zeit aufarbeiten

Berlin - Die Intendantin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner, hat einen offensiven Umgang mit der Geschichte ihrer Familie angekündigt. Den Festspielen wird vorgeworfen, sich mit der Aufarbeitung während der NS-Zeit nicht bemüht zu haben.

Die Nazis hatten Wagners Musik für sich vereinnahmt. Ein unabhängiges Institut sei mit der Aufklärung beauftragt, sagte die Urenkelin Richard Wagners in Berlin . Sie hoffe, dass bis 2013 Zwischenergebnisse vorlägen.

Katharina Wagner betonte, sie werde alle notwendigen Unterlagen zur Verfügung stellen. Darüber hinaus sagte sie, dass auf dem Grünen Hügel in Bayreuth - dem Festspielort - eine neue Probebühne gebaut werden solle.

Spekulationen, nach denen dafür 23 Millionen Euro ausgegeben werden sollen, bestätigte sie aber nicht. Die neue Bühne sei nötig, weil die Bühnenbilder immer größer würden. “Jeder soll zu seiner Zufriedenheit proben können ohne Fluchttüren zu verstellen“, begründete sie die Maßnahme. Auf jeden Fall sollten auf der neuen Bühne zwei Bühnenbilder gleichzeitig aufgestellt werden können.

Gute Zusammenarbeit mit Halbschwester

Die Zusammenarbeit mit ihrer Halbschwester Eva Wagner-Pasquier bezeichnete sie als gut. Jede von ihnen habe Schwerpunkte. Alle Fragen würden offen diskutiert. Wagner sagte, die Festspiele sollten künftig moderner präsentiert werden. “Ich glaube schon, dass es krankte, dass Bayreuth zu unterschiedliche Gesichter hatte“, sagte sie. In der heutigen Zeit brauche man jedoch eine Marke, um sich abzuheben.

Man habe einen Podcast gemacht, in dem die Leute informiert würden. Durch die neuen Medien solle das Interesse für Bayreuth geweckt werden. Das neue Leitungsteam soll die Festspiele zunächst für sieben Jahre leiten. Zuvor war Wolfgang Wagner 40 Jahre bis September 2008 verantwortlich.

ap

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