Wahrheit als Aufgabe

- Kunst als Religion. Die bösen Träume verscheuchen mit dem Theater - mit Komödien und Musicals; mit dem Leichten, das in den besseren Zeiten des Fernsehens die Abendunterhaltung bereicherte. Und dennoch den Blick lenken auf das, was nie vergessen werden darf: auf den Holocaust.

Imo Moskowicz, in Ottobrunn bei München lebender Regisseur und Autor, hat die Wahrheit zu seiner Lebensaufgabe gemacht. Ob er Mozarts "Zauberflöte" oder Lessings"Nathan der Weise" inszenierte, immer ist er sich der tiefen menschlichen Sendung der Werke bewusst. Darum versteht er sich stets als werk- und worttreuer Anwalt der Dichter und Komponisten. Morgen wird der noble, elegante und noch immer attraktive Künstler 80 Jahre alt.Imo Moskowicz wurde als Sohn jüdisch-polnischer Eltern in Ahlen in Westfalen geboren. Als Jüngling verschleppten ihn die Nazis ins KZ Auschwitz. Seine Mutter und seine Geschwister wurden vergast. Er selbst gehörte zu den wenigen Überlebenden dieser Todesfabrik. Nach der Befreiung ging Imo Moskowicz zu Gustaf Gründgens nach Düsseldorf, wurde Schauspieler, später Regisseur. Erfolgreich am Theater, produktiv beim Fernsehen - u.a. inszenierte er diverse "Tatort"-Folgen und eine 13-teilige "Pumuckl"-Serie. Seine letzte aktive Zeit als Theatermann: Von 1989-1994 leitete er die Kreuzgangspiele in Feuchtwangen.Heute hat sich Moskowicz mehr aufs Schreiben konzentriert. Im September erscheint sein Buch "Zauberflötenzauber", in dem er einen Blick hinter die Kulissen zu geben verspricht.

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