Von Wahrheit und Politik

- Am 14. Oktober wäre ihr 100. Geburtstag: Hannah Arendt (1906-1975). Der Schriftstellerin und Politologin, die 1963 Aufsehen erregte mit ihren Kommentaren zum Eichmann-Prozess, widmet das Münchner Literaturhaus einen eigenen Schwerpunkt. In der Reihe "Große Intellektuelle des 20. Jahrhunderts" werden hier internationale Wissenschaftler, Philosophen, Politiker zu Wort kommen und über den Einfluss Hannah Arendts auf Denken und politisches Handeln sowie über die Aktualität ihrer politischen Maxime debattieren, die lautete: "... denken heißt stets kritisch denken. Und kritisch denken bedeutet stets dagegen sein."

Den Auftakt bildet eine Diskussion zwischen den Philosophen Alain Finkielkraut und Peter Sloterdijk: "Hannah Arendt im Denken der Gegenwart" -morgen, 20 Uhr im Literaturhaus. Am zweiten Abend (28. 9.) führen Daniel Cohn-Bendit, Hans Maier und Johano Strasser ein Streitgespräch.

Einen künstlerischen Anstrich bekommt die Sache am 11. Oktober: Schauspieler des Bayerischen Staatsschauspiels lesen Arendt- Texte; im Anschluss daran wird die Filmdokumentation "Denken und Leidenschaft -Porträt Hannah Arendt" gezeigt. Karten fürs Literaturhaus an der Abendkasse sowie unter: 089/ 29 19 34-27.

Auch die Offene Akademie der Münchner Volkshochschule widmet sich eingehend der Jubilarin. Unter dem Motto "Aus Liebe zur Welt" wird es zwischen 19. Oktober und 7. Dezember sechs Veranstaltungen geben. Karten dazu unter: 089/ 48 006-6239. Eine großartige Möglichkeit der eingehenden Beschäftigung mit Hannah Arendt bietet der Hörverlag: auf drei CD’s Originalaufnahmen aus den 50er- und 60er-Jahren; Titel: "Von Wahrheit und Politik".

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