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Weihnachtliche Geschenktipps: Was Sie und Ihre Kinder im Advent glücklich macht

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Von: Katja Kraft

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Redakteurin Katja Kraft lesend in der Hotellobby Vier Jahreszeiten München
In Bücher abzutauchen ist wie ein vorweihnachtlicher Kurzurlaub. Wenn man es sich dazu dann noch wie unsere Redakteurin Katja Kraft in der Hotellobby wie im Vier Jahreszeiten in München gemütlich macht, kommt ganz bestimmt Adventsstimmung auf. © Achim Frank Schmidt

Es weihnachtet sehr! Hier stellen wir Ihnen CDs, Bücher und Filme vor, mit denen Sie zur Ruhe kommen. Und ganz nebenbei fühlt sich alles plötzlich wunderbar weihnachtlich an. Unsere Tipps.

Vor lauter Geschenke-Kauf, Winter-Sale und Christkindlmarkt-Gedränge kommen Sie so gar nicht in festliche Stimmung? Unser Tipp: Mal Pause machen und sich Zeit für sich und seine Lieben nehmen. Hier stellen wir Ihnen Musik, Bücher und Filme vor, mit denen Sie zur Ruhe kommen - und ganz nebenbei fühlt sich alles plötzlich wunderbar weihnachtlich an. Viel Freude dabei!

CD: Mit Louis Armstrong durch den Winter

Was für eine Frage! Wenn Louis Armstrong zum Spaziergang durchs Winterwunderland einlädt, schnappt man sich natürlich sofort Stiefel und Schlitten und stapft mit. Völlig egal, wie häufig man den Weihnachtsklassiker „Winter Wonderland“ schon gehört hat – Armstrongs Interpretation packt einen wie eine sanfte Schneeböe. Mit seiner unverwechselbaren Stimme, die klingt, als sei sie versehentlich mit den Maroni geröstet worden. Und dieser ungemein lässigen Art, die Silben zu schwingen. Der begnadete Jaazztrompeter und Sänger (1901-1971) hat sein Leben immer „in den Dienst des Glücks“ gestellt. Kein Wunder also, dass er das ganze Repertoire der dunklen Jahreszeit draufhat, in der die Menschen sich besonders nach etwas Freude sehnen. Die CD versammelt erstmals sämtliche von Armstrong interpretierten Weihnachtstracks als zusammenhängendes Gesamtwerk. Von „White Christmas“ über „I’ve got my Love to keep me warm“ (mit Ella Fitzgerald) bis zu seinem schönsten, jahreszeitenunabhängig berührenden „What a wonderful World“. Geht ins Ohr, bleibt im Herzen. (Louis Armstrong: „Louis wishes you a cool Yule“. Universal.)

Buch: Ein Märchen unserer Zeit

Moderne Märchen zu schreiben, ist eine Kunst, die wenige beherrschen. Michael Köhlmeier etwa, österreichischer Fabuliermeister vogelwilder Geschichten. Ingvild H. Rishøi kommt aus dem rauen Norden. Sie wählt einen melancholischeren Ton. Ihr Märchen unserer Zeit, „Andere Sterne“, trägt den Untertitel „Eine Weihnachtsgeschichte“. Doch hier wandelt sich kein Geizhals in einen Wohltäter. Dies ist nicht die Erzählung über das Wunder einer Winternacht. Sondern eine über all die Menschen, bei denen das ersehnte Wunder ausbleibt. Die fürs Christkind nur einen Wunsch notiert hatten – doch deren Brief zwischen Schreibtisch und Himmel verloren gegangen sein muss. Menschen wie Ronja und Melissa. Mit ihrem Vater leben sie in Oslo. Doch so liebevoll der Papa nüchtern ist, betrunken wandelt er sich zum verwahrlosten Schwätzer. Er ist oft betrunken, im Grunde immer. Es ist eine traumtänzerische, erschütternde, wahrhaftige, heutige Sage, mit der die norwegische Autorin auf Andersens „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ anspielt. Doch immer wieder flammt Hoffnung auf. Einem Schwefelholz gleich. Fabelhaft. (Ingvild H. Rishøi: „Andere Sterne“. Dumont, 152 S.; 20 Euro.)

Kinderbuch: Gegen Mobbing und Ausgrenzung

Mit einem Mal sind alle Farben ausgelöscht. Nein, der Schnee hat nichts glitzernd Verzaubertes in Tine Mortiers fantastischer Geschichte „Der kälteste Winter“ mit den ebenso fantastischen Illustrationen von Alain Verster. Zu Recht wurde dieses Buch für Kinder ab neun Jahren mit dem White Ravens Preis der Internationalen Jugendbibliothek ausgezeichnet. Weil die Autorin die jungen Leser ernst nimmt, mit all ihren Sorgen und ihrer Traurigkeit. Denn Sorgen und Traurigkeit kennen keinen Welpenschutz. Es ist eine Geschichte über Ausgrenzung, Mobbing, darüber, lieber allein zu sein, als sich den Gemeinheiten der Gruppe auszuliefern. Es geht um Schuld und Sackgassen, in die man sich selbst hineinmanövriert hat. Und darum, wie wohl es tut, darüber zu sprechen. Mortier behauptet nicht, dass nach so einer Beichte alles wieder gut ist. Aber leichter wird es, wenn die Last eines Geheimnisses abfällt; und derjenige, der sich seinen Dämonen stellt, ein kleines bisschen größer. Über das ängstliche Ich hinausgewachsen. Das alles erzählt die Belgierin auf sinnliche, ehrliche Weise. Das hier ist kein Heititeiti-Kinderbuch, genauso wenig wie Kinder immer pausbackensüß und herzig sind. Sondern manchmal ganz schön wütend; und ganz schön brutal. Und ganz schön einsam. Berührt. Nicht nur zur Weihnachtszeit. (Tine Mortier/Alain Verster: „Der kälteste Winter“. Karl Rauch, 68 Seiten; 20 Euro.)

Herrliche Weihnachtsgeschichten für erlesene Adventsabende

Neue Anthologien hübscher Weihnachtsgeschichten gibt es Jahr für Jahr so viele wie Lichter auf dem Christkindlmarkt. Macht ja auch einfach Freude, mit Freunden und Familie zusammenzusitzen und zu tun, was wir in den vergangenen, von der Erfindung des Smartphones geprägten Jahren ein bisschen verlernt haben: still und unabgelenkt zuhören. Damit das gelingt, müssen es schon mitreißende Geschichten sein, die einer nach dem anderen in der fröhlichen Adventsrunde vorliest. Die Auswahl, die Jürgen Hosemann und Sascha Michel in „Weihnachtsgeschichten für glückliche Stunden“ getroffen haben, ist’s. Von Johann Wolfgang Goethe (1749-1832), Selma Lagerlöf (1858-1940), Joachim Ringelnatz (1883-1934) über Walter Benjamin (1892-1940) und Roger Willemsen (1955-2016) bis Reinhold Messner (Jahrgang 1944): Alle lassen sie uns teilhaben an besonderen Erinnerungen rund ums Weihnachtsfest. Und siehe da: Egal, ob wir mit Joseph Roth (1894-1939) noch einmal den letzten, magischen Schultag vor den Weihnachtsferien erleben oder mit Ilse Aichinger (1921-2016) die größte Kindheits-Eselei in der Aufregung vor dem Besuch des Christkinds – dieses besondere Gefühl, das sich so nur in den Wochen vor dem Heiligen Abend einstellt, bleibt über alle Generationen hinweg gleich. Kann auch das Smartphone nix dran ändern. (J. Hosemann/S. Michel: „Weihnachtsgeschichten für glückliche Stunden“. Fischer, 192 S.; 12 Euro.)

Für Kinder und Erwachsene: Janosch!

Wenn man richtig Glück hat, dann bewahrt man sich den kindlichen, unverstellten Blick auf die Welt ein Leben lang. So wie Janosch, 91 Jahre alt, Erfinder der Tigerente, Autor von mehr als 300 Büchern, Illustrator und Maler. Seit 50 Jahren wachsen Kinder mit seinen Geschichten auf. Dabei sind es eigentlich auch immer Märchen für Erwachsene, die uns die Bretter vom Kopf wegreißen. Janosch selbst hat keine Kinder, weil er findet, dass die es generell viel besser hätten, wenn sie statt Menschen Tiere als Mama und Papa hätten. Denn: „Die wissen, wie man seine Jungen großzieht.“ Und so widmet Janosch seinen tierischen Helden Erzählung um Erzählung. Auch in diesem tigerentengelben Reclambüchlein tauchen sie auf: der kleine Tiger, das Mausekind Tütü, die Tante Gans und der Weihnachtsbär. In 24 Kapiteln und reichlich bunten Illustrationen erzählt der Autor eine vorweihnachtliche Parabel auf das echte Leben. Wobei er hintergründig wie immer die Welt der Erwachsenen karikiert. Und wenn Frau Holle Küsse verteilt, schneit’s von oben. Schön! (Janosch: „Morgen kommt der Weihnachtsbär“. Reclam Verlag, 127 Seiten; 6 Euro.)

Hörbuch-Tipp für die Fahrt nach zur buckligen Verwandtschaft

Wenn es wieder „Driving home for Christmas“ heißt, gehört diese CD ins Auto. Die Kurzgeschichten verschiedener Autoren stimmen auf lustige und allzu wahre Weise ein auf die Zeit, die gern als die wundervollste im Jahr besungen wird – bei allzu viel Kontakt mit der Mischpoke aber auch wundervoll anstrengend werden kann. Klasse gelesen von Sprechern wie Nana Spier oder Elmar Börger. Fröhliche Heimfahrt! (Dietmar Bittrich (Hrsg.): „Morgen, Helga, wird’s was geben“. Argon.)

Liebesroman: „Das kleine Bücherdorf. Winterglitzern“

Schade, dass die staade Zeit für viele erst nach dem Weihnachtsfest beginnt. Weil sie in den Wochen davor mehr mit Vorbereitungswahn beschäftigt sind als innezuhalten. Sollte man ändern. Zum Beispiel, indem man sich und seinem Hirn am Winterabend einfach einmal eine Pause gönnt. Und diesen Liebesroman liest, der weder belehren noch den Horizont erweitern will – sondern einfach nur locker unterhalten. Ein Ausflug in Katharina Herzogs Bücherdorf ist wie ein Herzschmerzfilm mit Hugh Grant: total vorhersehbar, voller Liebe, mit ein bisschen Drama. Happy End – was denn sonst? – garantiert. Der Ausgangspunkt liegt in München: Von dort macht sich Kunsthändlerin Vicky auf den Weg in ein Örtchen, von dem man sich wünscht, dass es das in Schottland tatsächlich bitte genau so geben möge. Und siehe da: Im Nachwort erzählt die Autorin, dass das reale Vorbild dieses Dorfes, in dem sich ein Bücherladen an den anderen reiht, das schottische Wigtown ist. „Dort gibt es bei einer Einwohnerzahl von 1000 Personen um die zehn Antiquariate.“ Ob die 1000 Menschen sich auch mit solch schönen Ritualen das Gemeinschaftsleben versüßen wie die Dorfbewohner im Buch? Fragt man sich, während man in der heißen Wanne liegt, bei Kerzenschein – und ohne schlechtes Gewissen tagträumt. Darf auch mal sein. (Katharina Herzog: „Das kleine Bücherdorf. Winterglitzern“. Rowohlt, 352 Seiten; 15 Euro.)

Kinderfilm zum Kuscheln an langen Winternachmittagen

Und wenn der Geduldsfaden beim Warten aufs Christkind dann nur noch engelhaar-dünn ist, macht man Kindern im Grundschulalter eine Freude mit „Weihnachten im Zaubereulenwald“. Der estnischen Regisseurin Anu Aun ist ein Film gelungen, mit dem auch Erwachsene gern für eineinhalb Stunden aus der Winter-Hektik in Winter-Seligkeit abtauchen. Mit einer heißen Schokolade in Decken gemummelt vor dem Fernseher fläzen – das moderne Märchen ist wie gemacht für einen kuscheligen Nachmittag. Aun setzt auf das, was nicht nur Kinder im Advent lieben: viel Schnee, viel Lachen, viel Geselligkeit. Weil die Eltern von Eia (Paula Rits) an den Feiertagen arbeiten müssen, verbringt die Zehnjährige die Ferien auf dem Bauernhof eines Bekannten. Das Mädel, das den Zaubereulenwald, der den Hof umgibt, genau beobachtet und mit Zeichenstift statt Handykamera einfängt, findet hier viele Freunde und endlich ausgelassene Freude, anders als bei ihren berufsgestressten Eltern. Sympathische Hauptdarsteller, fantastische Naturaufnahmen, herzerwärmende Botschaft. So kitschfrei-schön kann der Advent sein. (Anu Aun: „Weihnachten im Zaubereulenwald“ (justbridge).)

Ein bisschen Kitsch darf sein: Luke Evans „A Song for You“

Haben wir Lust auf eine Extraportion Gefühl? Aber hallo! Der Schauspieler Luke Evans („Robin Hood“) hat vor seiner Filmkarriere Gesang und Theater studiert. Seit 2019 macht er sich eine Freude daraus, Pop-Hits neu zu interpretieren. Passend zum Advent erscheint „A Song for You“, eine Sammlung zeitlos eingängiger Liebeslieder von „You raise me up“ bis „Say something“ (mit Nicole Kidman). Und natürlich das unvermeidliche „Last Christmas“. Aber ohne würde doch auch was fehlen. Schmacht. (Luke Evans: „A Song for You“. BMG.)

Kinderbuch: Weihnachtspost von Kuschelhase Felix

Klar kann man auch als Schulkind noch mächtig aufgeregt sein. Wenn es abends früher dunkel wird, es in den Straßen nach gebrannten Mandeln, Zimt und Nelken duftet, Mama und Papa einem daheim erlauben, mit Streichhölzern die karminroten Kerzen zu entzünden. Denn all die veränderten Düfte, Lichter, Farben bedeuten, dass die Vorweihnachtszeit beginnt. Das Mädchen Sophie und ihren Kuschelhasen Felix kennen Erstleser natürlich längst. Um sich selbst die Wartezeit bis zum Tag, an dem das Christkind kommt, zu verkürzen, könnten sie ihren kleinen Geschwistern ab drei Jahren dieses nette Bilderbüchlein vorlesen. Auch „Erste Weihnachtsbriefe von Felix“ hält handgeschriebene Grußbotschaften des Kuscheltierhasen bereit. Hier aber auf für Kleinkinderfingerchen leichter zu öffnenden Klappkarten und mit kürzeren Texten. Erinnert daran, wie schön es ist, ganz analog Post zu bekommen. Buntstifte rausgeholt und losgemalt. Bei Plätzchen und Kakao macht’s doppelt Freude. (A. Langen/C. Droop: „Erste Weihnachtsbriefe von Felix“. Coppenrath, 12 Seiten; 10 Euro.)

Romanze in Paris: „Tausend Lichter über der Seine“

Auch Nicolas Barreau weiß, wie man, nun ja, vermutlich vor allem die Herzen der weiblichen Leser höherschlagen lässt. In diesem Roman nimmt uns der Autor mit ins vorweihnachtliche Paris. Da lebt Joséphine, die ein Problem hat, das wir aus etlichen Hollywoodfilmen kennen: Sie ist Anfang 30, kann aber gegenüber der ungeduldigen Verwandtschaft weder einen Mann noch Kinder vorweisen. Weil wir heute im 21. Jahrhundert leben, sollte das nicht weiter schlimm sein. Weil dies ein Weihnachtsroman ist und das mit dem 21. Jahrhundert manche Familien tatsächlich noch nicht ganz vergegenwärtigt haben, wird Joséphine aber natürlich doch ständig mit ihrem kinderlosen Single-Dasein konfrontiert – bis sie in ihrer Verzweiflung verkündet, am Heiligen Abend einen festen Partner mit ins elterliche Wohnzimmer zu bringen. Kommt einem aus anderen Geschichten bekannt vor, macht aber gar nichts. Man begleitet Joséphine gern auf ihrer adventlichen Achterbahnfahrt der Gefühle. Ist ja alles ganz schön kompliziert: Herz verloren an verheirateten Mann, Übersetzer-Job verloren wegen Verlagsschließung, und dann stirbt noch der Onkel. Und hinterlässt ihr – ein Hausboot auf der Seine. Was dann passiert? Rotwein eingeschenkt und Leinen los für einen erwartbaren, aber doch überraschend hübschen Winterliebeszauber. (Nicolas Barreau: „Tausend Lichter über der Seine“. Kindler, 304 Seiten; 20 Euro.)

Jazzrausch Bigband: „Alle Jahre wieder!“

Eigentlich muss man das natürlich live hören. Denn wenn die Jazzrausch Bigband loslegt, freut sich nicht nur Tochter Zion. Vor acht Jahren hat Roman Sladek diese energiegeladene Formation in München gegründet, seither wirbeln die brillanten Musikerinnen und Musiker den klassischen Konzertbetrieb ordentlich auf. Spielen sie etwa in der Elbphilharmonie, hält es am Ende auch den steifsten Hamburger nicht mehr auf seinem Platz. Die berauschenden Jazzrausch-Rhythmen gehen von den Ohren direkt in die Beine. Und man kann gar nicht anders als mitzuswingen. Nun ist ihre Weihnachtsplatte erschienen. Die heißt zwar „Alle Jahre wieder!“ – doch hier hört sich nichts nach eintöniger Wiederholung an. Man sieht die Kinderlein durch den Schnee tollen, hört ihr Lachen in den hohen Bläserklängen. Sacht wagt sich Maria durch den Dornwald vor, derweil die Rosen hörbar austreiben. Frei nach dem Motto „In dulci jubilo“ (mit Leopold Betzl) feiern die Jazzrauscher die Botschaft der Weihnacht: Freude, Freude überall! Mit dieser Platte bestimmt. (Jazzrausch Bigband: „Alle Jahre wieder!“. ACT.)

Buchtipp: Liebesromanze im Hotel

Hotels. Die vielleicht schillerndsten Bühnen unserer Welt. Einerseits soll man sich hier wie zu Hause fühlen, andererseits wird man als Gast hofiert – so entsteht diese unnachahmlich magische Atmosphäre, zwischen Gemütlichkeit und großem Auftritt. Gerade in Grand Hotels mit ihrer nostalgie-getränkten Patina, die von illustren Gästen, Dramen, Freuden erzählt. Felicity Pickford hat selbst früher in Hotels gearbeitet und schafft es, deren besonderen Zauber zum Leben zu erwecken. Ihr „Weihnachtswunder im kleinen Grand Hotel“ ist das perfekte Buch für alle, die sich über die Feiertage in einem schönen Haus eingebucht haben. Einem wie dem 24 Charming Street auf der Isle of Skye, das im Roman so einladend beschrieben wird. Jedes Jahr darf hier ein Ehrengast während der Festtage kostenlos in der Weihnachts-Suite logieren. Dieses Mal gibt’s eine kleine Verwechslung – und das Verwirrspiel beginnt. Liest man am besten an einem kalten Wintertag in der Hotelbar, am prasselnden Kamin. Umsorgt von lauter guten Geistern. Ach, Weihnachten. Wenn nicht jetzt, wann dann? (Felicity Pickford: „Weihnachtswunder im kleinen Grand Hotel“. Goldmann, 224 Seiten; 18 Euro.)

Hörbuch-Tipp für Kinder: Spaß mit dem Weihnachtsdrachen

Das ist wirklich gemein: Ob die kleinen Überraschungen im Adventskalender, frisch gebackene Plätzchen oder die Leckereien auf dem Christkindlmarkt – alles stinkt nach Essig. Wie soll da Weihnachtsstimmung aufkommen? Und: Wer steckt hinter dieser Hexerei? Das möchten Mats und Matilda mit ihrem Freund, dem Weihnachtsdrachen, herausfinden – und dafür sorgen, dass spätestens am Heiligen Abend alles wieder nach Lebkuchen, Mandarinen und Tannennadeln duftet. Felix von Manteuffel benötigt keine weiteren Sprecher-Kollegen, um Tobias Goldfarbs Geschichte für Kinder ab sechs Jahren zum Leben zu erwecken. Er verwandelt sich in Drache, Mädchen und Bub, zu Eltern – und den bösen Mächten, die das Fest zerstören wollen. Es ist der zweite Band der „Spekulatius“-Serie. Band eins muss man aber nicht kennen, um alles zu verstehen. Eine spannende Geschichte für lange Winterabende. Und dazu eine ordentliche Portion Spekulatius. Alles andere ist Essig. (Tobias Goldfarb: „Spekulatius, der Weihnachtsdrache“, gelesen von Felix von Manteuffel, Argon Hörbuch.)

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