"Wein-TÜV" 2007: Rotling und junge Weine werden immer beliebter

Würzburg - Der Rotling erfreut sich in Franken immer größerer Beliebtheit. Im vergangenen Jahr wurden bereits drei Millionen Liter des Verschnitts von Weißwein- mit Rotweintrauben amtlich geprüft. Das waren nach Angaben der Regierung von Unterfranken vom Dienstag eine Million Liter mehr als noch 2006.

Insgesamt haben die Prüfer in Würzburg 41,6 Millionen Liter Wein dem sogenannten Wein-TÜV unterzogen. Im Jahr zuvor waren es gut 40 Millionen Liter. Etwa 88 Prozent der Weine erfüllten die Qualitätskriterien und dürfen sich nun Qualitätswein nennen.

Der "Wein-TÜV" wird seit 1971 durchgeführt. Die Tester untersuchen die Tropfen vor allem sensorisch, das heißt sie beurteilen Geruch, Farbe, Geschmack und Harmonie. Auch die chemische Zusammensetzung kommt unter die Lupe. Wer hierbei eine Mindestpunktzahl erreicht, darf sich Qualitätswein nennen. Die Regierung von Unterfranken prüft alle Weine aus Bayern, da der unterfränkische Anteil bei rund 97 Prozent liegt.

Im vergangenen Jahr erreichte die Zahl der Prüfanträge der Winzer mit 13100 einen neuen Höchststadt. Weiter im Aufwind sind den Angaben zufolge jugendliche, frische und lebendige Weine. Von den 60 verschiedenen Rebsorten stellte der Müller-Thurgau mit 36 Prozent den Hauptanteil. Es folgten der Silvaner mit 26 Prozent und der Bacchus mit 13 Prozent. Rotwein, Rosè und Weißherbst ergaben zusammen ebenfalls 13 Prozent. Das sind etwa 5,6 Millionen Liter.

dpa

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