Weiter kontroverse Reaktionen auf Bayreuther "Meistersinger"

Bayreuth - Katharina Wagners "Meistersinger von Nürnberg" bleiben bei den Bayreuther Festspielen umstritten. Auch für die zweite Aufführung der Richard-Wagner-Oper am Samstagabend gab es ein heftiges Buh-Konzert ebenso wie kräftigen Beifall und Bravorufe.

Die diesjährigen Festspiele waren am 25. Juli mit den "Meistersingern", der Debütinszenierung der 29-jährigen Tochter von Festspielchef Wolfgang Wagner (87) am Grünen Hügel, eröffnet worden.

Katharina Wagner, die sich am Samstag sichtlich frohgelaunt den Publikumsreaktionen stellte, ist nach eigener Aussage noch nicht ganz glücklich mit ihrer Inszenierung. Es gebe noch "einiges zu verbessern", hatte sie zu ihrem Regiedebüt auf dem Grünen Hügel gesagt.

Es war auch im Hinblick auf ihre mögliche Nachfolge in der Festspielleitung mit großer Spannung und Aufmerksamkeit erwartet worden. Wagner will mit ihrer modernen Inszenierung vor allem den Gegensatz von verkrusteten Traditionen und ambitioniertem Fortschrittsdenken in der Kunst deutlich machen.

Die Sänger erhielten am Samstagabend meist viel Applaus, allerdings mussten Franz Hawlata als Hans Sachs und Amanda Mace als Eva wie schon bei der Premiere wieder viele Buhrufe einstecken. Auch das Echo für den Dirigenten Sebastian Weigle blieb gemischt. Riesenapplaus gab es für Michael Volle als Beckmesser.

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