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Im vergangenen Jahr sind weniger Besucher ins Lenbachhaus gekommen.

Neue Ausstellungen

Weniger Besucher im Lenbachhaus

München - Im Jahr nach der Wiedereröffnung haben viel weniger Leute das Lenbachhaus besucht, als zuvor. Das soll sich ändern: Nächstes Jahr sind gleich zwei "Gassenhauer" geplant.

Das 2013 wiedereröffnete Lenbachhaus in München hat in diesem Jahr deutlich weniger Menschen angelockt. Während im vergangenen Jahr mehr als 370 000 Menschen das Museum besuchten, waren es bis zum November dieses Jahres fast 100 000 weniger, wie das Museum am Mittwoch mitteilte. Das Haus war im Mai 2013 nach rund vierjähriger Renovierungszeit wiedereröffnet worden und hatte danach zahlreiche Besucher angezogen. In den Jahren vor der Renovierung hatte die Besucherzahl - von Ausnahmejahren mit großen Ausstellungen abgesehen - aber meist unter 200 000 gelegen.

Der neue Direktor Matthias Mühling zog deshalb auch eine sehr positive Bilanz seines ersten Jahres. Schließlich komme es nicht auf die Zahlen an, sondern auf das, was die Besucher aus dem Museumsbesuch in Erinnerung behalten. „Wir glauben, dass wir die Welt nicht verändern können, aber dass wir daran arbeiten können, dass sie wenigstens nicht schlechter wird.“

Ausstellungen mit berühmten Namen

Anders als in diesem Jahr sind für das kommende gleich zwei große Ausstellungen mit berühmten Namen geplant. Das Museum beschäftigt sich mit Künstlerfreundschaften und will in den beiden Ausstellungen zeigen, wie sich August Macke und Franz Marc sowie Paul Klee und Wassily Kandinsky gegenseitig beeinflussten. Den Anfang macht die Macke/Marc-Ausstellung im Januar, die zu Klee und Kandinsky folgt im Oktober 2015.

Auf dem Programm steht außerdem eine Schau über die Performance-Künstlerin Lea Lublin, deren Nachlass das Lenbachhaus aufgearbeitet hat. Eine weitere Ausstellung befasst sich mit Katastrophenbildern in Kunst und Medien.

dpa

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