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Eine Szene aus der Michael-Jackson-Show

Who‘s bad? Die Michael-Jackson-Show im Circus Krone

München - Die Show "Who´s bad?" mit den größten Hits von Michael Jackson feierte am Sonntag im Circus Krone Premiere. War die Show Top oder Flop? Lesen Sie die Kritik: 

Der Moonwalk wird zum Dauerlauf. Der seit seinem Tod wieder quietschlebendige Michael Jackson bleibt allgegenwärtig. Nach Deutschem Theater, Kino und „Wetten, dass..?“ gab‘s nun im Circus Krone die neueste Reinkarnation von Überall-Michael zu besichtigen: In der Show „Who’s Bad?“ fegte der deutsche Jacko-Imitator André Santisi opulent inszeniert über die Bühne. Und bewies: Noch ist der Jackson-Boom nicht überreizt.

Krone voll, viel Jubel. They just can’t stop loving you, Michael! Im Gegensatz zum Konkurrenz-Jackson „Thriller“ aus dem Deutschen Theater (ab Ende April wieder im Programm), durch den diverse Jackos wirbeln, setzt „Who’s Bad?“ ganz auf einen einzigen Michael. Hauptdarsteller Santisi, seit 1996 mit der Berufsbezeichnung „Michael Jackson Representer“ unterwegs, ist dem King Of Pop optisch zwar nicht überwältigend ähnlich. Aber er hat sich die Moves des Meisters erstklassig draufgeschafft, überzeugt stimmlich, und jauchzt und kiekst bei Bedarf fachgerecht.

Not bad, ganz im Gegenteil! Die Erfahrung des deutschen Produzententeams im Tribute-Gewerbe, unter anderem mit dem Queen-Spektakel „We are the Champions“, ist der Show deutlich anzumerken. Materialmordend, mit viel Rumms und Wumms, werden die Jackson-Tourneen nachgezeichnet. Der Auftakt mit „Jam“, Santisi im glitzernden Goldfummel, entspricht dem Intro der „Dangerous“-Tour.

Der gruselige Untoten-Stadl bei „Thriller“ ist detailverliebt im Geisterbahn-Look inszeniert – und „Heal the world“, mit Kinderchor, war im Original genauso schwer erträglich. Fazit dennoch: Prima Vertreter der Michael-Jackson-Industrie.

Jörg Heinrich

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