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Franz Welser-Möst

Drama vor Publikum

Wiener Opernchef: Kollaps beim "Parsifal"

Wien/Basel - Beim Neujahrskonzert begeisterte er mit den Wiener Philharmonikerndie Welt der Klassik. Jetzt sorgte der österreichische Dirigent Welser-Möst mit einem Kreislaufkollaps für Aufsehen.

Der Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper, Franz Welser-Möst, ist am Ostersonntag während einer Aufführung von Richard Wagners „Parsifal“ zusammengebrochen. Der 52-jährige Chefdirigent habe einen Kreislaufkollaps erlitten, teilte das Opernhaus am Montag mit. Zunächst springt Dirigent Dennis Russell Davies (68) für ihn ein.

Ausgelöst wurde Welser-Mösts Zusammenbruch nach Angaben des Opernhauses durch einen Hexenschuss, der ihn Sonntagabend während des 1. Aufzugs des Bühnenweihfestspiels von Wagner ereilte. Die damit verbundenden Schmerzen hätten den Kreislaufkollaps ausgelöst, hieß es. Die „Parsifal“-Aufführung sei durch Korrepetitor James Pearson zu Ende dirigiert worden.

Welser-Möst wurde in das Allgemeine Krankenhaus (AKH) der Stadt Wien gebracht, das er noch in der Nacht zum Montag verlassen konnte. Nun muss er sich einer physiotherapeutischen Behandlung unterziehen. Der aus Linz stammende Generalmusikdirektor, der auch Chefdirigent des US-amerikanischen Cleveland Orchestra ist, hatte seit dem vergangenen Mittwoch vier Vorstellungen in der Staatsoper dirigiert.

Wie lange Welser-Möst ausfällt, war am Montag noch unklar. Seinen am Dienstag vorgesehenen Pulteinsatz bei Alban Bergs „Wozzeck“ übernimmt Dennis Russell Davies, wie die Wiener Staatsoper mitteilte. Davies ist seit 2002 Chefdirigent des Bruckner Orchester Linz und der Oper des Landestheaters Linz.

dpa

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