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Willy Astor feierte sein 30-jähriges Bühnenjubiläum.

"Weiterhin gute Reimreise!"

Willy Astor zum Jubiläum: Kritik zur 30-jährigen Bühnenshow

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München - Willy Astor feiert 30-jähriges Bühnenjubiläum und das wurde im Circus Krone mit einer Riesenfete begangen. Mit dabei Gerhard Polt. Kritik zur Show des Reim-Giganten.

Star-Gast Gerhard Polt.

Seit 30 Jahren bei Wortspiel-Weltmeisterschaften ungeschlagen – das muss gefeiert werden! Willy Astor (54), der Reim-Gigant vom Hasenbergl, ließ zu seinem Bühnenjubiläum im ausverkauften Circus Krone eine Riesensause steigen. Motto: 30 Jahre Bühnenhonig. Der Willy lieferte wie gewohnt „Humor direkt vom Erzeuger“ und begrüßte Gäste von Gerhard Polt bis zu den „Spiders“ Günther Sigl und Barny Murphy. Wenn Sie jetzt sagen: „Das will i sehen“ – kein Problem, das Bayerische Fernsehen zeigt in der Silvesternacht ab 0 Uhr eine Aufzeichnung. So kann das neue Jahr anfangen!

Willy Astor fing seinen großen Abend erst einmal solo an, mit einem gebogenen Kamm in der Hand. Logo – ein „Wellkamm“! Er verriet Geheimnisse aus seiner Kindheit („Ich bin ja zusammen mit meinen Eltern aufgewachsen“) und stellte sein neues Lied Es ist noch Platz in meinem Herzen vor. Das dauert zwar nur gut fünf Sekunden, ist aber trotzdem schön. Die Astor-Albereien können auf Dauer auch anstrengend werden – das weiß der Willy selbst gut genug. Aber immer, wenn einem vor lauter Reim-Stakkato der Schädel brummt, folgt wieder ein Klopfer, bei dem man staunt: „Wie ist ihm das bloß eingefallen?“ Zum Beispiel, wenn er das Einparklied Bärbel rein spielt, das auch Prince (Purple Rain) bereits gecovert hat.

Schee war's

Für Abwechslung sorgten Astor selbst, mit Musik aus seinem Sounds of Islands-Projekt – und natürlich die Gäste. Max Mutzke sang wie immer überragend und machte wie immer sehr viel Aufhebens darum. Martin Kälberer faszinierte auf der Hang, einer Alpen-Steeldrum aus der Schweiz. Der große Polt, der wahre Stern des Südens, erklärte den langen Weg von der Guillotine zur Demokratie. Und Dada-Comedian Piet Klocke brachte vor dem Auftritt der Spiders den Sinn des Abends auf den Punkt: „Man muss auch mal Humor …“

Schee war’s, lang war’s, und am Ende blieb nur ein Wunsch für Willy-Fans: Gute Reimreise!

Jörg Heinrich

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