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Willy Astor hat sich mehr und mehr zu einer festen musikalische Größe entwickelt.

Willy-Astor-Konzert im Prinzregententheater

München - Willy Astor kann nicht nur herrlich rumblödeln. Der Mann kann auch wunderbar Musik machen. Eine Konzertkritik:

Davon hätte Willy Astor noch vor ein paar Jahren vermutlich nicht zu träumen gewagt: Vor dem restlos ausverkauften Münchner Prinzregententheater stehen Fans und fragen verzweifelt nach Karten. Es hat ein bisschen gedauert, aber mittlerweile hat sich endgültig herumgesprochen, dass der Mann nicht nur Worte verdrehen kann, sondern auch ansprechende Musik produziert. Mit „Sound Of The Islands V“ stellt Astor mit seinen versierten Mitstreitern Kiko Pedrozo, Titus Vollmer und Martin Kälberer wieder versponnene, hübsche Miniaturen vor, die berückend schlicht Themen variieren, Melodienbögen spannen und wie eine akustische Wellnessdusche wirken – man verlässt dieses Konzert tiefenentspannt.

Zwischendrin plaudert Astor vergnügt mit dem Publikum und verkneift sich im Gegensatz zum letztjährigen Auftritt minutenlange Blödelorgien. Er wirkt fokussierter und souveräner. Die Menschen sind wegen seiner Musik da, er muss niemandem mehr etwas beweisen. Die routinierte Rampensau in Astor kommt gelegentlich doch ein klein wenig durch, aber in angenehmer Dosierung. Wenn er einem Zuschauer einen Stein vom Ufer des Mains in die Hand drückt, der ihm seit einem Konzert in Würzburg als Ersatz für einen verschwundenen Fußschemel dient, oder launig auf den Verkaufsstand im Foyer hinweist hat das Charme, weil er den Bogen nie überspannt.

Seine Energie und seinen Ehrgeiz steckt er in seine Kompositionen, mit denen er sich stilistisch mittlerweile auch in jazziges Gebiet vorwagt. Der 49-jährige Astor entwickelt sich langsam, aber stetig zu einer festen musikalischen Größe und hat als Musiker seine richtig guten Zeiten womöglich erst noch vor sich. Mal sehen, was da kommt.

Zoran Gojic

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