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Lächeln fürs Kino: Wim Wenders, Alicia Vikander und Celyn Jones.

Deutscher Filmemacher läuft mit „Submergence“ im Wettbewerb

Wim Wenders eröffnet Festival in San Sebastián

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Der deutsche Regisseur Wim Wenders hat zum Start der 65. Filmfestspiele von San Sebastián sein Liebesdrama „Submergence“ vorgestellt. In den Hauptrollen spielen Alicia Vikander und James McAvoy. 

San Sebastián – Lang ist’s her, dass zuletzt ein deutscher Regisseur den Eröffnungsfilm eines bedeutenden internationalen Filmfestivals präsentieren durfte. Nun wurde Wim Wenders diese Ehre zuteil: Sein weltumspannendes Liebesdrama „Submergence“ eröffnete die 65. Filmfestspiele von San Sebastián, die neben denen in Cannes, Venedig und Berlin zu den wichtigsten der Welt zählen. Die Romanverfilmung handelt von einer Meeresforscherin und einem Geheimagenten, die sich in einem Hotel an der normannischen Küste kennenlernen und ineinander verlieben, ehe sie sich jeweils auf gefährliche Mission begeben – sie zu einer Tauchexpedition im Nordatlantik, er zu einem Undercover-Auftrag in Somalia, wo er in die Fänge von Dschihadisten gerät.

Alicia Vikander spielt Lara Croft im neuen „Tomb Raider“

Bei der Pressekonferenz in San Sebastián sagte Wenders, die größte Herausforderung bei diesem Projekt sei es gewesen, zwei Akteure zu finden, die die ungewöhnliche Liebesgeschichte glaubwürdig erscheinen ließen. Das ist ihm gelungen: Zwischen der Schwedin Alicia Vikander (oscargekrönt für „The Danish Girl“ und demnächst als Lara Croft im neuen „Tomb Raider“-Film zu sehen) und dem Schotten James McAvoy (bekannt als Charles Xavier aus den „X-Men“-Filmen) entwickelt sich auf der Leinwand eine wunderbare Chemie – wie ihre beiden intelligenten Figuren zueinander finden, ist zauberhaft. Umso frustrierender, dass sie in der zweiten Hälfte nur noch in separaten Handlungssträngen zu sehen sind, wobei der Film nicht nur ständig (und bisweilen unelegant) zwischen den Kontinenten hin- und herspringt, sondern auch zwischen verschiedenen Zeitebenen.

Wenders hatte Vikander zur Festivaleröffnung ins Baskenland mitgebracht. Sie meinte, an das Attribut „Oscarpreisträgerin“ hätte sie sich immer noch nicht gewöhnt: „Ich bin in einer schwedischen Kleinstadt aufgewachsen und habe als Mädchen jedes Jahr mit meiner Mama nachts um 2 Uhr die Oscar-Verleihung angeschaut – das war für mich wie ein Fenster zu einem anderen Universum“, sagte sie. „Dank meiner Mama bin ich auch seit Langem ein großer Wim-Wenders-Fan, weil ich schon als Zehnjährige mit ihr Filme wie ,Paris, Texas‘ oder ,Der Himmel über Berlin‘ gesehen habe. Als jetzt das Angebot kam, mit ihm zu drehen, ging für mich ein Traum in Erfüllung.“

John Malkovich ist Jurypräsident in San Sebastián

Wenders, als Filmemacher längst eine Legende und vor 15 Jahren selbst Jurypräsident in San Sebastián, nimmt nun als 72-Jähriger tatsächlich mit „Submergence“ noch einmal am Festivalwettbewerb teil. Auf die Frage eines Journalisten, ob das nicht unnötigen Druck und Stress bedeute, erwiderte er: „Nicht für mich. Es wird Sie vielleicht enttäuschen, aber ich habe schon lange aufgehört, Kritiken über meine Filme zu lesen. Die guten führen bloß dazu, dass sich dein Ego übermäßig aufbläht, und die schlechten dazu, dass du dich beschissen fühlst!“

Präsident der Jury in San Sebastián ist heuer John Malkovich. Unter den 18 Wettbewerbsfilmen finden sich noch zwei weitere Produktionen mit deutscher Beteiligung: Regisseur Robert Schwentke („Flightplan“) serviert am Freitag mit „Der Hauptmann“ eine abgründige Köpenickiade aus dem Zweiten Weltkrieg, und die Österreicherin Barbara Albert erzählt in „Licht“ die wahre Geschichte einer blinden Pianistin (Maria Dragus) und eines Wunderheilers (Devid Striesow) im 18. Jahrhundert. Hollywoodstar James Franco, Hauptdarsteller des Wim-Wenders-Films „Every Thing will be fine“, geht als Regisseur der mit Spannung erwarteten Tragikomödie „The Disaster Artist“ ins Rennen. Wie „Submergence“ sich gegen diese Konkurrenz schlägt, entscheidet sich im Laufe der kommenden Woche. Eines ist schon sicher: Am 15. Februar kommt der Film in die deutschen Kinos.

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