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Musik kann uns in kürzester Zeit aufheitern.

So wirkt Musik auf unseren Körper

München - Wer kennt das nicht? Im Radio wird der Lieblingssong gespielt, man singt automatisch mit und wird gut gelaunt. Wir haben nachgefragt: Welche Musikrichtung wie auf unseren Körper wirkt:

Neurophysiologische Untersuchungen zeigen, dass Musik die für die Emotionsverarbeitung zuständigen Hirnareale beeinflusst. Dass Musik wirklich gesund und glücklich machen kann, hat die Deutsche Krankenversicherung Central nun anhand von zehn Charthits analysiert. Die Experten zogen dazu klinische Erfahrungsberichte aus Deutschland und den USA zurate und untersuchten den Wohlfühlfaktor anhand von Musiktempo und Herzrhythmus.

So wirkt Musik auf unseren Körper

So wirkt Musik auf unseren Körper

Normale Körperfunktionen des Menschen laufen demnach bei 72 Herzschlägen pro Minute ab. Bei einem Musiktempo von mehr als 72 Beats pro Minute (bpm) wirkt Musik aufputschend. Popsongs, etwa von Lady Gaga, steigern so die Leistung. Lieder über 120 bpm, darunter der AC/DC-Klassiker Highway to Hell würden zum Abbau von Aggressionen beitragen. Songs mit weniger als 72bpm, v.a. klassische Musik, wirken beruhigend. Wer seine Lieblingslieder hört, baue Stresshormone ab, entkrampfe die Muskulatur und könne je nach Musikrichtung seinen Blutdruck senken oder anregen.

An den positiven Effekt von Musik auf Körper und Geist glaubt auch Ute Rentmeister (44) vom Isar-Amper-Klinikum in Haar. „Musik kann einen Zugang zu Menschen öffnen, der mit Worten nicht erreichbar ist“, erklärt die Musiktherapeutin. „Über Musik kann man sich in Laune bringen, man denke nur an die Hintergrundmusik im Kaufhaus.“ Allerdings könne man die Wirkung nicht nach Musikrichtungen oder Tempo einteilen. So empfänden ältere Menschen Techno oft als störend, während Jugendliche Schlager der 1950er-Jahre generell negativ bewerteten. „Außerdem kann Mozart ganz anders klingen als Liszt, dabei ist beides Klassik.“ Wie Musik auf den Körper wirkt, hänge von vielen Faktoren ab – „vom Alter, von den Textinhalten, die auch etwas über den Hörer mitteilen, von der Grundstimmung oder auch, welche Musikvorlieben man in seiner Sozialisation entwickelt hat, also welche Musik im Elternhaus gehört wurde und welche Erinnerungen man damit verbindet.“

ISP

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