Witt stellt seine "Meisterwerke" vor

Hamburg - Einen gewissen Zug ins Dunkle hatte Joachim Witt schon immer: "Auf meiner Fahrt in die Klinik sah ich noch einmal die Lichter der Stadt/Sie brannten wie Feuer in meinen Augen, ich fühlte mich einsam und unendlich schlapp", heißt es in seinem NDW-Hit "Goldener Reiter", den der inzwischen 58-Jähriger als rockigen "NeuzeitMix" für sein Best-of-Album "Auf Ewig - Meisterwerke" neu arrangiert hat.

Produktiv war Joachim Witt immer gewesen, dem in Folge u.a. mit "Herbergsvater (Tri-Tra-Trul-La-La)" (1982) noch weitere Hits gelangen. Danach aber plätscherte die Karriere - mit einer 5-jährigen Pause - so dahin, bis sich Witt neu erfand, den Joachim wegstrich und sich fortan schwarz gewandet mit tiefer gelegter Stimme nur noch Witt nannte. Die Neue Deutsche Welle (NDW) wurde durch die Neue Deutsche Härte (NDH) ersetzt.

Kalter Nebel fing plötzlich zu wabern an, dunkle Herzen waren von Bitterkeit umspült, im Feuer der Eitelkeit war es ziemlich heiß und auf dem Weg in die Unendlichkeit war man gefangen.

1998 erschien das Comeback-Album "Bayreuth I" das sich voller Schwermut und dunkler Romantik stilistisch zwischen Industrial und Elektro bewegte und vor allem bei Rammstein-Fans auf offene Ohren stieß. Einen Unvereinbarkeit seiner verschiedenen "Werkphasen" sieht Witt nicht: "Ich habe damals das Ding gemacht, das ich wichtig fand und habe mich dabei wohl gefühlt", bekannte er damals anlässlich seiner "Bayreuth"-Veröffentlichung. Seine neueren Sachen würden natürlich ganz anders klingen - schwer und tief: "Das bin eben ich: als Mensch getrieben von seinen Sehnsüchten."

"Bayreuth" wurde 2006 schließlich als Trilogie vollendet, "Eisenherz" und "Pop" hießen weitere Alben: Alle seine Meisterwerke hat Joachim Witt nun für "Auf Ewig" neu abgemischt und teilweise neu arrangiert. Mit "Unsere Welt" und "Weh-oh-Weh" gibt es zudem noch zwei neue Songs. Ein Album zum Grübeln, zum Sehnen und zum Tanzen.

www.joachimwitt.de 

www.myspace.com/joachimwitt

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