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Ben Becker ist der neue Tod im "Jedermann".

Salzburger Festspiele 2009

Ein wochenlanges Spiel der Mächtigen

Salzburg - Mit dem Motto, auch wenn es wie gewohnt nach Allgemeinplatz tönt, haben die Salzburger Festspiele Glück gehabt.

Für die 2009er-Ausgabe (25. Juli bis 30. August) wirbt das international bedeutendste Festival mit dem „Spiel der Mächtigen“ – ein passendes Motto also zur Finanzkrise, auch wenn der Slogan, wie Intendant Jürgen Flimm einräumt, schon wesentlich früher festgelegt worden war.

Ein Mächtiger ist in Salzburg ja seit Beginn dabei, Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“. Eine wichtige Neuerung gibt es in der Wiederaufnahme von Christian Stückls Inszenierung: Ben Becker ist als „Tod“ zu erleben. Die Titelrolle übernimmt wieder Peter Simonischek, die Buhlschaft ist Sophie von Kessel.

Im Mittelpunkt des Opernprogramms steht Luigi Nonos „Al gran sole carico d’amore“, dirigiert von Ingo Metzmacher und inszeniert von Katie Mitchell. Dem italienischen Komponisten ist auch eine Gesprächsreihe gewidmet. Zu Händels 250. Todestag zeigen die Festspiele eine Inszenierung des Oratoriums „Theodora“, Christof Loy führt Regie, Ivor Bolton steht am Pult. Jürgen Flimm selbst inszeniert Rossinis „Moise et Pharao“, Riccardo Muti dirigiert. Mozarts „Così fan tutte“ wird von Claus Guth (Regie) und Adam Fischer (Dirigent) betreut. Und in einer konzertanten Aufführung von Beethovens „Fidelio“ leitet Daniel Barenboim das West-Eastern Divan Orchestra.

Das Schauspielprogramm bietet im nächsten Sommer Euripides’ „Bakchen“ (Regie: Jürgen Gosch). Mit der „Judith“-Produktion auf der Perner-Insel in Hallein will Schauspielchef Thomas Oberender „spektakuläres Neuland beschreiten“. Dort soll Sebastian Nübling ein Drama Friedrich Hebbels mit dem Vivaldi-Oratorium „Juditha triumphans“ kombinieren. In Koproduktion mit den Münchner Kammerspielen bringt Jossi Wieler den Abend „ Das letzte Band/ Bis dass der Tag euch scheidet oder Eine Frage des Lichts“ (Samuel Beckett/ Peter Handke) heraus. Und Dichter zu Gast ist Daniel Kehlmann („Die Vermessung der Welt“).

th

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