Feuerwehreinsatz: Karstadt an der Schleißheimer Straße geräumt

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Wir wollen noch mal kommen

- Luca hat gestern eine Gitarre zum Geburtstag bekommen. Der siebenjährige Grundschüler sitzt mit seinen Klassenkameraden auf einer Bank im Bavaria Musikstudio. Hier beginnt gleich eine Probe der Münchner Symphoniker, bei der rund 40 Kinder zuhören dürfen.

Luca, Tanja und drei ihrer Freunde waren schon mal dabei. Sie sind immer noch beeindruckt von der bösen, gruseligen Hexe aus Humperdincks Oper "Hänsel und Gretel", die sie beim letzten Mal sehen durften. Bei Luca geht die Begeisterung so weit, dass er ein Instrument lernen möchte. Zum Lieblingsinstrument haben sich die fünf einhellig die Geige erkoren, aber "eigentlich ist Schlagzeug auch gar nicht so schlecht, sonst gäb's keine Rockmusik".<BR><BR>Den Probenbesuch ermöglicht ein Projekt der Münchner Symphoniker in Zusammenarbeit mit der Vodafone Stiftung Deutschland. Damit soll Kindern zwischen sechs und acht Jahren der Einstieg in die klassische Musik erleichtert werden.<BR><BR>Im Raum ist bereits ein vielstimmiges Chaos ausgebrochen: Die Musiker spielen sich ein. Dann betritt Dirigent Heiko Mathias Förster seinen Platz auf dem Podest vor dem Orchester, und die Probe kann beginnen. Heute ist allerdings kein Sänger zu sehen, sondern die Pianistin Ragna Schirmer. Sie wird mit dem Orchester das so genannte "sechste" Klavierkonzert von Beethoven spielen. Förster sagt, dass das Werk eigentlich nicht für "das schwarze große Instrument hier vorn" geschrieben wurde, sondern für die Violine. "Und von denen sitzen ganz viele links vorn."<BR><BR>Sein Konzept für die Proben besteht darin, die Grundschüler erst einmal zuhören zu lassen. Dann erklärt er den Inhalt des Stücks und die Vorstellungen des Komponisten. Anschließend beginnt die eigentliche Probenarbeit. Förster lässt seine Musiker kleine Abschnitte spielen, sagt, was er anders haben möchte, und dirigiert den Abschnitt dann noch einmal. Ziel dabei ist, das Hören zu schulen. Luca, Tanja und die anderen sollen die Veränderungen wahrnehmen und begreifen, dass der Klang der Musik vom Orchester erarbeitet werden muss. Aber auch Förster profitiert von den Proben, er spricht mit den Kindern über ihre Eindrücke und hat zudem die Gelegenheit, Inhalte der Stücke zu erläutern, wozu im normalen Probenbetrieb oft keine Zeit ist.<BR><BR>Bisher haben schon 800 Kinder teilgenommen<P>Die Aktion "Mit Pauken und Trompeten . . . wie man Musik zum Klingen bringt" wird von der Vodafone Stiftung, die sich seit 2003 für soziale und kulturelle Projekte mit Kindern einsetzt, für die Spielzeit 2004/ 2005 mit 50 000 Euro bezuschusst. Ob dieses Engagement weiterläuft, wird Mitte des Jahres entschieden, allerdings ist die Stiftung aufgrund des enormen Erfolges der Aktion daran interessiert. Bisher haben rund 800 Kinder teilgenommen und ihr Urteil war einstimmig. "Wir wollen noch mal kommen", wie es Tanja formuliert.<BR></P><P>Das Konzert mit Ragna Schirmer, den Münchner Symphonikern und Heiko Mathias Förster ist heute im Prinzregententheater (20 Uhr).<BR><BR></P>

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