Wunderkind mit wüster Bilderwelt

- Seine frühen Werke erzählen wüste Geschichten: Tod, Apokalypse, Fegefeuer, Sodom und Gomorrha. Ernst Fuchs ist schon damals der Kraft christlicher und jüdischer Symbolik und der Zeichenwelt von Gotik und Renaissance erlegen. "Mit Vehemenz brach diese Bilderwelt in mir auf, ruhelos arbeitete ich Tag und Nacht." So beschreibt er die Entstehung der Bildthemen, die sich bis heute durch sein Schaffen ziehen.

Er ist zu diesem Zeitpunkt gerade mal 15 Jahre alt und beginnt als Wunderkind an der Akademie der Bildenden Künste in Wien zu studieren. Nach dem Studium hat er eine entscheidende Begegnung mit Salvador Dalí, der dem jungen Künstler Anerkennung und Unterstützung zukommen lässt. Mitte der 60er-Jahre gelingt ihm dann der künstlerische Durchbruch. Seitdem hat sich auch seine Bilderwelt verändert: Sie ist farbenprächtiger und versöhnlicher geworden.<BR><BR>Der Dirigent Friedrich Haider, der viele Jahre im Hause Fuchs' verbrachte, hat die frühen Werke bis 1959 in einem Bildband (Löcker Verlag, Bern) zusammengestellt. Eindrucksvoll kann man dort die radikalen künstlerischen Anfänge des Jubilars sehen.<BR>

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