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Dieter Meier von Yello.

Nur 2000 Fans feierten Schweizer Band

Yello in der Olympiahalle: Elektro mit Herz, Hirn und Humor

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Das runde Leder hat den runden Loops keine Chance gelassen. In der Olympiahalle verliefen sich am Dienstagabend ungefähr 2000 Fans der Schweizer Elektro-Pioniere einstiger Zeiten.

Yello zum Champions-League-Tag auftreten zu lassen... unrunde Entscheidung. Doch den Getreuen, fast allesamt zwischen 40 und 60, hat das Duo Einiges geboten. Satte Sounds vom musikalischen Mastermind Boris Blank, dem filigranen Bumm-Bumm-Boris, und seiner distinguiert-eleganten Rampensau des Minimalismus, dem sympathischsten Schnösel der elektronischen Klänge, Dieter Meier.

Verstärkt wird satt: gleich fünf Bläser, zwei Schießbuden, zwei Background- und zwei Sololadys. Hätte man eigentlich reduzieren und dafür mehr in Licht und Video investieren können. Der Kontrast zwischen Klang und Optik hatte ein Gefälle wie das Matterhorn. Aber: Yello klappt auch live. Elektro mit Herz, Hirn und einer tüchtigen Prise Humor. Dafür sorgt schon der Hauchzart-Hüftschwung des Herrn Meier.

M. Bieber

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