Zwischen Lenbach und Liebermann

- "Er mochte die Ruhe und Bescheidenheit der Bilder. Sie waren seiner Persönlichkeit sehr nahe." So schätzt Rudolf Neumeister die Sammelleidenschaft des 1975 verstorbenen Georg Schäfer ein. Der Unternehmer (FAG Kugelfischer) hatte in den Fünfzigerjahren angefangen, deutsche Werke des 19. Jahrhunderts und der Münchner Schule, später auch der Romantik zu erwerben. 820 Gemälde und Skulpturen aus der Sammlung kommen nächste Woche beim Kunstauktionshaus Neumeister zur Versteigerung. Darunter Arbeiten von Auguste Rodin, Franz von Stuck, Max Liebermann, Hans Makart, Wilhelm Leibl, Franz von Lenbach und Anselm Feuerbach.

"Der Ansturm wird sehr groß sein", prophezeit das Auktionshaus, das 1999 bereits einen Teil der Kollektion versteigert hat. Mit der jetzigen Auktion wird die Georg-Schäfer-Sammlung vollends aufgelöst. Die zum Verkauf stehenden Werke gehören allerdings nicht zum Kern der Sammlung, der im 2000 gegründeten Museum Georg Schäfer in Schweinfurt erhalten ist. Einer der Höhepunkte dort: die weltweit größte Versammlung von Spitzweg-Gemälden.<P>Besichtigung vom 19. bis 23. Februar, tägl. 9 bis 17.30 Uhr, Samstag und Sonntag von 10 bis 15 Uhr in der Barer Straße 37. Versteigerungen: 24. Februar ab 18 Uhr und 25. Februar ab 9.30 Uhr. Katalog 30 Euro. Tel: 089/ 231 71 00.</P>

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