Zwischen Lieben und Verfehlen

- Was ergibt sich, wenn eine abgedrehte Kabarettistin wie Maria Peschek ein Stück fürs valentineske Münchner Theater am Sozialamt schreibt und es mit TamS-Chefin Anette Spola inszeniert und spielt?

<P>Ein Bühnen-Event, das noch abgedrehter ist. Nach Pescheks "Entschuldigung" 2003 sind Beppi (Spola) und Charlie (Peschek) wieder gemeinsam unterwegs, diesmal in der Weltverbesserungs-Unternehmung: "Flieh mit mir". Ein Weltuntergang-Rummsgepolter. Zumindest Beppi und Charlie haben überlebt und nehmen sich vor, bessere Menschen zu werden. An (Claudia Karpfingers) himmelblauer Niemandsland-Bushaltestelle warten sie auf Gutewerke-Gelegenheiten und verfallen doch wieder in die uralten Fehler. Beppi stichelt: von wegen ihretwegen Haus und Hof verlassen. Umgekehrt, die Familie habe Charlie rausgeschmissen. </P><P>Der kontert: Karriere, von wegen. Aus der Gosse gezogen habe er Beppi. Das ganze Register von zänkischen Freundschafts- bzw. Liebesbeziehungen. Denn: Beide sind sowohl Männlein als auch Weiblein. Überhaupt befindet sich der ganze Abend in einem surrealen Zwitterstadium, was seinen besonderen Charme ausmacht. Wie zwischen Wachen und Träumen tauchen merkwürdige Figuren auf: ein liebesentwöhnter Single, ein russisches Bettelkind, ein streitendes Liebespaar, eine verführerisch trällernde Society-Nachtigall. Nichts scheint da zusammen zu passen. Und doch ist in dieser komisch-poetischen Atmosphäre am Ende unser alltägliches Leben zwischen Bangen, Lieben, Verfehlen und neuen Vorsätzen abgehandelt von: Peschek, der frechen Anführerin, Spola, dem zarten hintersinnigen Clown, und der Skurril-Crew Gerd Bumeder, Ursula Deuker, Burchard Dabinnus und Katharina Deml. </P><P>Karten: 089/ 34 58 90</P>

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