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Wer bei einem Darlehen eine niedrige Tilgungsrate vereinbart, setzt auf eine lange Laufzeit. Doch mit den Jahren können sich auch die finanziellen Verhältnisse ändern. Foto: Kai Remmers

Abschluss eines Darlehens: Hohe Tilgungsrate vereinbaren

Angesichts niedriger Zinsen ist für viele ein Darlehen sehr verlockend. Dabei kann es jedoch riskant sein, mit niedrigen Tilgungsraten zu planen. Die Verbraucherzentrale Sachsen erklärt, worauf Darlehensnehmer achten sollten.

Leipzig (dpa/tmn) - Die Laufzeit eines Darlehens wird besonders durch die Tilgungsrate beeinflusst. Der Zinssatz ist für eine schnelle Tilgung hingegen weniger wichtig.

Gerade in Zeiten niedriger Zinsen gilt deshalb: "Wenn man es sich finanziell leisten kann, sollte man eine hohe Tilgungsrate vereinbaren", empfiehlt Madlen Müller von der Verbraucherzentrale Sachsen.

Eine Beispielrechnung zeigt: Wer ein Darlehen über 100 000 Euro zu einem Zinssatz von 1,5 Prozent abschließt, braucht bei einer einprozentigen Tilgung mehr als 61 Jahre, bis er schuldenfrei ist. Seine monatliche Rate beträgt dann 208,33 Euro. Erhöht er die Tilgungsrate auf 4,5 Prozent, zahlt er eine monatliche Rate von 500 Euro. Dafür kann er das Darlehen bereits nach 19,4 Jahren zurückzahlen. Die monatliche Raten sollte man allerdings besser mit einem Puffer planen, damit man sie auch sicher wirklich zahlen kann.

"Verbraucher sollten darauf achten, dass sie den Tilgungssatz während der Laufzeit flexibel ändern können", rät die Verbraucherschützerin. So können sie reagieren, falls sich ihre Lebensplanung ändert. Auch lohnt es sich, wenn der Vertrag die Option auf Sondertilgungen hat. Nicht jeder Vertrag biete diese Möglichkeit - doch in der Regel seien Sondertilgungen von bis zu fünf Prozent pro Jahr möglich und sinnvoll.

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