+
Wer über ein verlockendes Angebot für ein Girokonto stolpert, sollte sich nicht blenden lassen. Foto: Daniel Reinhardt

Achtung, Werbung: Bei Girokonto-Wahl nicht locken lassen

Stuttgart (dpa/tmn) - Zufriedenheitsgarantie, ein üppiger Wechselbonus oder sogar ein Startguthaben: Geldinstitute versprechen mitunter viel, wenn sie neue Kunden gewinnen wollen. Doch daran sind meist Bedingungen geknüpft.

Geldinstitute locken Neukunden oft mit diversen Angeboten. "Mit solchen Aktionen wollen die Anbieter vor allem Aufmerksamkeit erzeugen", erklärt Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Denn die vermeintlichen Geldgeschenke an die neuen Kunden sind meist an strenge Bedingungen wie einem monatlichen Geldeingang, das Führen eines Wertpapierdepots oder die Eröffnung eines nicht gerade günstigen Girokontos geknüpft, die sich zum Teil versteckt im Kleingedruckten finden. Nicht selten gehen Kunden deshalb leer aus.

"Banken und Sparkassen haben natürlich nichts zu verschenken", erklärt der Finanzexperte. "Schauen Sie sich die Entgelte an, die ein für einzelne Dienstleistungen verlangt werden", rät Nauhauser. "Es gibt gute und kostenfreie Girokonten, allerdings wollen die Geldinstitute mit ihren Kunden auch Geld verdienen." Ein Girokonto mit Startguthaben bei Kontoeröffnung kann auf lange Sicht teurer sein als ein Konto ohne diese Prämie, wenn zum Beispiel für jede Buchung ein Entgelt fällig wird.

Direktbanken sind häufig günstiger als Filialbanken, weil sie keine oder nur geringe Kontoführungsgebühren verlangen. Die Bargeldversorgung kann dennoch ausreichend sein, wenn der Anbieter etwa eine Barverfügung mit Kreditkarte an diversen Geldautomaten zulässt. Teilweise verlangen die Institute für Bargeldverfügungen an Automaten anderer Banken ein Entgelt. Gerade in ländlichen Gegenden sollten Verbraucher sich vorab informieren, wo sie günstig Bargeld erhalten können. Und wer häufiger im Ausland unterwegs ist, kann mit einer kostenlosen Kreditkarte möglicherweise mehr anfangen als mit einem Wechselbonus.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kündigungsrecht bei Schadstoffbelastung
Eine fristlose Auflösung des Mietverhältnisses ist nur in Ausnahmefällen möglich. Etwa wenn die Wohnung des Mieters eine zu hohe Schadstoffbelastung aufweist, die mit …
Kündigungsrecht bei Schadstoffbelastung
Was droht, wenn Ware ungewollt im Kinderwagen mitgeht?
Das Kind schreit, der Supermarkt ist voll, die Einkaufsliste lang. Einen Moment nicht aufgepasst, schon landet unbezahlte Ware im Kinderwagen. Was droht Eltern, wenn sie …
Was droht, wenn Ware ungewollt im Kinderwagen mitgeht?
Liebesbeziehung unter Kollegen: Was muss der Chef wissen?
Wenn sich Kollegen ineinander verlieben, ist das zunächst einmal nur ihre Angelegenheit. Aber was ist, wenn dadurch Arbeitsabläufe gestört werden? Kann der Chef dann …
Liebesbeziehung unter Kollegen: Was muss der Chef wissen?
Mähroboter können Igel und Kinder verletzen
Mähroboter können Igeln und anderen Kleintieren im Garten gefährlich werden. Sie werden geschnitten oder gar überrollt und getötet. Auch für Kinder gibt es ein …
Mähroboter können Igel und Kinder verletzen

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.