Der Adventskalender

Die wohl früheste Form eines Adventskalenders stammt aus dem Jahre 1851. Das erste gedruckte Exemplar verdankt seine Existenz den Kinheitserlebnissen eines schwäbischen Pfarrersohnes aus Maulbronn, Gerhard Lang (1881-1974).

Seine Mutter zeichnete 24 Kästchen auf einen Karton, auf jedes war ein „Wibele“ genäht. Als Teilhaber der lithographischen Anstalt Reichhold & Lang verzichtete Gerhard Lang auf die Gebäckstücke und verwendete statt dessen farbenprächtige Zeichnungen, die ausgeschnitten und auf einen Pappkarton geklebt werden konnten.

1908 verließ dieser erste, wenn auch noch fensterlose Adventskalender die Druckpresse. Er bestand aus zwei Blättern, auf einem waren Zahlen, auf dem anderen Engelsbilder. Jeden Tag wurde nun ein Engel ausgeschnitten und auf eine Zahl geklebt. Ab 1920 fand er auch international Anerkennung und verbreitete sich. Später (in den 30er Jahren) stanzte Lang kleine Fenster in das Blatt mit den Zahlen und klebte den Bilderbogen dahinter.

Der Zweite Weltkrieg setzte dem Höhenflug des Adventskalenders ein jähes Ende. Erst in der Nachkriegszeit konnte der Adventskalender wieder an seinen früheren Erfolg anknüpfen.

Von Beginn an war der Adventskalender als Handelsartikel entworfen und kommerziell genutzt. Diese kommerzielle Auslegung führte dazu, dass christliche Motive in den Hintergrund traten und häufig durch Comicfiguren ersetzt wurden.

Schokoladen-Adventskalender wurden erstmals in den 60er Jahren hergestellt. Mittlerweile findet man hinter den Türchen des Kalenders jede Art von Überraschung. Besonderen Reiz üben natürlich selbst gefüllte und gebastelte Kalender aus.

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