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Wichtig zu wissen: Zecken kann es laut einer Studie unabhängig von Lage und Pflege in allen Gärten geben. Foto: Patrick Pleul

Auch im Garten können Zecken lauern - Impfung wichtig

Der Frühling ist da - mit ihm die Zecken. Die lauern auch in Gärten. Gefährlich ist nicht der Zeckenstich selbst, sondern die Krankheiten, die sie übertragen können. Neurologen raten daher zur Impfung.

Krefeld (dpa/tmn) - Eine Impfung kann vor der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) schützen. Wer in Risikogebiete reist und dort Zeit in der Natur verbringen will oder dort lebt, sollte sich impfen lassen. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) hin. Zu den Regionen zählen Süddeutschland, Österreich oder Osteuropa. Die Viren können zu Hirn- und Hirnhautentzündungen führen, die nicht behandelbar sind.

Die Immunisierung besteht aus drei Impfungen. Die beiden ersten Impfungen liegen bis zu drei Monate auseinander. "14 Tage nach der zweiten Impfung besteht für 90 Prozent der Geimpften bereits ein Schutz, der für die laufende Saison zunächst ausreichend ist", erklärt Curt Beil, Vorsitzender des BDN. "Für den Langzeitschutz, der dann über mindestens drei Jahre besteht, ist eine dritte Impfdosis nach neun bis zwölf Monaten notwendig."

Neben den FSME-Viren können auch Borrelien übertragen werden. Diese Bakterien gibt es nicht nur in einzelnen Risikogebieten - Vorsicht ist deshalb in ganz Deutschland geboten. Anders als bei FSME gibt es gegen Borreliose keinen Impfschutz. Um das Infektionsrisiko zu senken, sollte man Zecken möglichst zügig nach dem Eindringen in die Haut entfernen. Denn die gefährlichen Bakterien werden in der Regel erst nach einigen Stunden übertragen werden.

Nach dem Aufenthalt im Freien - ob im Garten oder im Wald - sollte man den Körper nach Zecken absuchen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Kopf und Hals, der Haut unter den Armen, zwischen den Beinen und in den Kniekehlen. Die Zecken-Gefahr lauert auch in Gärten, unabhängig von Lage und Pflege, wie eine Studie der Universität Hohenheim ergab. Die Wissenschaftler hatten in den vergangenen Monaten rund 60 Gärten im Großraum Stuttgart zweimal im Monat untersucht - und sind in jedem fündig geworden.

Mitteilung der Universität Hohenheim

RKI zu Risikogebieten (pdf)

Mitteilung BDN

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