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Auch wenn es sich scheinbar wieder beruhigt: Eltern sollten ihr Kind nicht dauerhaft ignorieren, wenn es weint. Foto: Andrea Warnecke

Baby weint nachts: Abwarten ist die falsche Devise

Das Baby weinen lassen, bis es sich scheinbar beruhigt hat: Manchmal wissen sich Eltern nicht anders zu helfen und ignorieren ihr Kind. Doch auf Dauer beeinträchtigt das die emotionale Bindung zwischen Kind und Eltern.

Hamburg (dpa/tmn) - Eltern sollten weinende Babys und Kleinkinder auch nachts immer beruhigen - nur so können sie eine stabile emotionale Bindung aufbauen.

Nichts sei schlimmer für ein Baby als die Erfahrung, dass niemand auf es reagiert, sagt der Bindungsexperte Karl Heinz Brisch im Interview mit der Zeitschrift "Geo kompakt" (Ausgabe Nr. 47). "Tränen zeigen, dass ein Kind Stress erlebt, aus dem es sich selbst nicht befreien kann." Es brauche dann eine Bindungsperson, die es tröste und Sicherheit vermittle.

Hört das Baby von allein auf zu weinen, sei das nicht unbedingt ein gutes Zeichen. Es höre dann auf, weil es gelernt hat, dass niemand reagiert. "Äußerlich sind sie dann ruhig, aber innerlich weiter in Panik." Auf Dauer könnten die Kinder so keine stabile emotionale Bindung aufbauen.

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