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Kindermatratzen sollten nicht zu weich sein. Schläft das Kind auf dem Bauch, könnte das Gesicht zu weit einsinken und ersticken. Foto: Uwe Anspach/dpa-tmn

"Öko-Test"

Bei vier Kindermatratzen droht Erstickungsgefahr

Gerade Kindermatratzen sollten weder Schadstoffe enthalten, noch andere Gefahren bergen. Das ist aber nicht immer der Fall, wie "Öko-Test" herausfand. Wie sicher sind also die Unterlagen fürs Babybett?

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Gut für den Rücken, schadstofffrei und sicher - so soll die ideale Kindermatratze sein. Bei 4 von 14 Matratzen besteht aber Erstickungsgefahr für Babys, warnt die Zeitschrift "Öko-Test" (Ausgabe September 2019).

Insgesamt fielen sechs der getesteten Schlafunterlagen mit den Noten "mangelhaft" oder "ungenügend" durch. Ein Lichtblick: Das günstigste Produkt schnitt mit "sehr gut" ab. Was die Schadstoffbelastung angeht, hatten die Prüfer nicht viel zu bemängeln.

Die Erstickungsgefahr entsteht den Angaben nach dadurch, dass die betroffenen Matratzen auf jeweils einer Seite zu weich sind. Liegen Säuglinge in Bauchlage, können sie mit dem Gesicht so weit einsinken, dass sie keine Luft mehr bekommen. Bei fünf Unterlagen bestand zudem eine Gefahr durch leicht zugängliche Füllungen, abbrechende Reißverschlussgriffe und sich ablösende Aufkleber. Da sich viele Babys alles in den Mund stecken, können sie auch dadurch ersticken, so die Tester.

Große Schadstoffmengen fanden sich meist aber nicht: Bei acht Kindermatratzen gab es bei der Bewertung der Inhaltsstoffe eine Note Abzug für umstrittene halogenorganische Verbindungen oder vergleichsweise geringe Mengen an Antimon. Nur ein Produkt stuften die Tester um zwei Noten ab, da sie stark erhöhte Mengen an Antimon entdeckten. Der Stoff steht laut "Öko-Test" im Verdacht, krebserregend zu sein, wenn er eingeatmet wird.

Vor dem Gebrauch sollten Eltern alle Matratzen einige Tage auslüften sowie alle Aufkleber und löslichen Teile entfernen.

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